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Monumentale Waben

Der neue U-Bahnhof Severinstraße wertet den öffentlichen Raum im Untergrund auf

Die Nord-Süd Stadtbahn Köln verbessert nicht nur den innerstädtischen Verkehrsfluss in der... mehr

Die Nord-Süd Stadtbahn Köln verbessert nicht nur den innerstädtischen Verkehrsfluss in der Rheinmetropole – sie bietet auch ein neues Architekturerlebnis. Um jeder Station ein unverwechselbares Aussehen zu geben, wurden die Planungen der Haltestellen an unterschiedliche Architekten vergeben. kister scheithauer gross architekten aus Köln realisierten die Station Severinstraße. Wer hier in die Nord-Süd Stadtbahn einsteigt, fährt auf einer der längsten Fahrtreppen der Stadt hinab zum Bahnsteig – vorbei an Wandmustern und -durchbrüchen in Form riesiger Waben. Unten angekommen, sorgen ebenfalls wabenartige Lichtflächen in der Decke und schräg stehende Stützpfeiler für ein außergewöhnliches Ambiente.

Wie die Haltestelle Heumarkt verknüpft auch die Haltestelle Severinstraße bereits vorhandene Linien der Ost-West-Richtung mit der neuen Nord-Süd Stadtbahn. Diese unterfährt in 20 Metern Tiefe nahezu rechtwinklig die bestehende oberirdische Stadtbahnhaltestelle. Die Züge der Nord-Süd Stadtbahn halten an einem Mittelbahnsteig, der als Vollausbruch auf ganzer Länge zwischen den beiden Tunnelröhren hergestellt wurde, so dass der gesamte Raum zwischen den gegenüberliegenden Bahnsteigkanten offen ist. Über dem Bahnsteig wölbt sich eine Decke, deren Lichtflächen mit ihrer Wabenform das Muster aufnehmen, das auch die Wandornamentik dieser Haltstelle bestimmt.

Die Kassettierung schafft eine gestalterische Rhythmisierung und gleichzeitig eine Integration technischer Systeme in die Decken- bzw. Wandfelder. Diese sind gefüllt mit perforierten Edelstahllochblechen, die mit akustisch wirksamen Dämmmaterialien hinterlegt, die Raumatmosphäre wesentlich verbessern. Im Übergangsbereich zwischen Beton und Edelstahl sind zudem Leuchten integriert, die sowohl direkt als auch indirekt die Metalldecke anstrahlen. Die Reflektion erzeugt eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raumes. Die Farbabstimmung der bläulich-grauen Betonelemente, der gleichfarbig beschichteten Estrichböden und – kontrastierend hierzu – die Edelstahleinbauten und Deckenfelder bestimmen den intensiven und charaktervollen Raumeindruck. Die gestalterische Grundidee wird durch die leicht angeschrägten Doppelstützen, welche die gekrümmte Deckenschale in der Kontur betonen, die Gestaltung des Glasaufzuges und die Treppenkonstruktionen, ausdrucksvoll unterstrichen.

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Architekten: ksg architekten www.ksg-architekten.info Fotos: Michael Reisch mehr

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Michael Reisch