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Lernen in und mit der Natur

Die Kölner FreiLuGa ist eine außergewöhnliche Schule

FreiLuGa ist die Abkürzung für die Kölner Freiluft- und Gartenarbeitsschule; sie befindet sich im... mehr
FreiLuGa ist die Abkürzung für die Kölner Freiluft- und Gartenarbeitsschule; sie befindet sich im westlichen Stadtteil Müngersdorf, im neuen, 2014 der Öffentlichkeit übergebenen Landschaftspark Belvedere.

Die städtische Institution richtet sich als kostenloses, außerschulisches Angebot hauptsächlich an Schulgruppen der Jahrgangsstufen 1 bis 10, aber auch an interessierte Bürger und Vereine. Sie wird jährlich von über 8.000 Schülerinnen und Schülern besucht, die meist aus Köln, aber auch aus regionalen und überregionalen Schulen anreisen.

In der Selbstdarstellung der im Mai 1925 im Selbstverständnis der Reformpädagogik gegründeten FreiLuGa heißt es: „Das circa 4,8 Hektar große Gelände ist gleichzeitig Lernort und Gegenstand des Lernens: Wiesen, Wald und Garten bieten Möglichkeiten für erlebnisorien­tierte Erfahrungen und forschenden Unterricht. Botanische Themenbeete, Teich, Hecken, Trockenmauer, Bauerngarten und Gewächshaus werden für den Unterricht genutzt. Haus­hühner, Haus­kaninchen, Honigbienen und Wasserschildkröten sind ebenfalls thematisch in das Unterrichtsgeschehen eingebunden“.

Neben diesen abwechslungsreichen Freiluft-Lernräumen ist das Gebäude des Schulbiologischen Zentrums ein zentraler Teil der FreiLuGa, der Indoor-Lernraum, das witterungsgeschützte Schulgebäude mitten im Grünen. Als Ersatz für ein aus den 1970er Jahren stammendes, nicht mehr sanierungsfähiges Gebäude in Containerbauweise, musste es innerhalb eines fest vorgegebenen Budgetrahmens realisiert werden. Um den durch die hohe Nachfrage in der warmen Jahreszeit gut laufenden Betrieb nur minimal zu unterbrechen, sollte sich die Bauzeit auf nicht mehr als sechs Monaten erstrecken. Das Schulverwaltungsamt als Träger beauftragte den Kölner Architekten Boris Enning mit der Planung und Umsetzung. Er entwickelte ein kompaktes, eingeschossiges Unterrichtsgebäude, welches angesichts des eng vorgegebenen Zeit- und Budgetrahmens auf Basis eines Baukastensystems errichtet werden sollte. Durch die Vorfertigung eines großen Teils der benötigten Bauelemente sollte es möglich sein, die Abläufe räumlich und zeitlich zu entzerren, um das Bestandsgebäude länger und den Neubau früher für den Unterricht nutzen zu können.

So als Fertigteilbau entwickelt, konnten die Elemente von einem Hersteller in Süddeutschland „aus einer Hand“ gefertigt und bereits montagefertig zur Baustelle angeliefert werden. Dort wurden sie nach Plan passend zusammengesetzt und auf die vorbereitete Bodenplatte montiert. Die Verkleidung der Außenfassade sowie der Innenausbau erfolgten anschließend vor Ort; die reine Bauzeit betrug somit insgesamt nur drei Monate.

Das Schulbiologische Zentrum wurde 2012 fertiggestellt, ist durchgängig barrierefrei und verfügt über einen klassischen Unterrichtsraum, einen speziellen Biologie-Versuchsraum für den naturwissenschaftlich-experimentellen Unterricht, ein Lehrerzimmer, sanitäre Anlagen sowie einen Technikraum. Das in Energie sparender Bauweise ausgeführte Gebäude wird über eine Wärmepumpe beheizt.

Der große Fensteranteil der Unterrichtsräume sorgt nicht nur für eine gute Belichtung, sondern den insbesondere für die vermittelten Lehrinhalte wichtigen, unmittelbaren Bezug zur umgebenden Natur.

www.architektenning.de
Architekten: Boris Enning www.architektenning.de Fotos: Axel Hartmann... mehr

Architekten:

Boris Enning
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Fotos:

Axel Hartmann
www.ah-fotografie.de