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In neuem Glanz

Sanierung von Blau-Gold-Haus und Domforum

Zu Füßen des Kölner Doms erstrahlen mit dem „Blau-Gold-Haus“ und dem „Domforum“ zwei bedeutende... mehr

Zu Füßen des Kölner Doms erstrahlen mit dem „Blau-Gold-Haus“ und dem „Domforum“ zwei bedeutende Kölner Nachkriegsgebäude in neuem Glanz.

Das Blau-Gold-Haus wurde 1952 nach den Plänen der Architekten Wilhelm und Rudolf Koep als repräsentativer Sitz der Duftwasserfirma 4711 (mit einem Blau-Gold-Logo, daher auch der Name des Hauses) errichtet. Für die Erweiterung des benachbarten Dom-Hotels um 42 neue Suiten und Luxuszimmer wurde das Blau-Gold-Haus 2011 entkernt, im Inneren komplett neu gestaltet und auf den neusten Stand der Technik gebracht, erläutert Alexander Lammerting von der Lammerting Immobilien GmbH. Dabei gab es trotz intensiver Vorprüfungen viele Überraschungen im Bauprozess. So musste beispielsweise die aus dem Jahr 1952 stammende und unter Denkmalschutz stehende, historische Fassade des Blau-Gold-Hauses u. a. wegen fehlender Eisenarmierungen und zwingend notwendiger Verankerungen komplett neu aufgebaut werden. Heute erstrahlt das Blau-Gold-Haus – als integraler Bestandteil des erweiterten Dom Hotels – in neuem Glanz. Die deutliche Aussage des Hauses mit der türkis-goldfarbenen Vorhangfassade in zeittypischer Ästhetik, die Dank der ausführlichen Bestrahlung sowie der indirekten Beleuchtungselemente auch bei Nacht ihre eindrucksvolle Wirkung zeigt, ist ein architektonischer Glanzpunkt direkt am Fuße des Kölner Doms.

Das Domforum präsentiert sich nach umfassender Renovierung und Umgestaltung mit besonderer Raum- und Lichtqualität. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde zwischen 1951 und 1954 von Fritz Schaller für die Bank für Gemeinwirtschaft gebaut und 1995/1996 von seinem Sohn Christian Schaller zum Informations-, Begegnungs- und Veranstaltungszentrum der katholischen Kirche umgebaut. Wachsende Raumnot und insbesondere die Vielzahl neuer Nutzungsvarianten waren für den Bauherrn, das Erzbistum Köln, Anlass für den Wettbewerb zur Neustrukturierung, aus dem Martini Architekten BDA aus Bonn als Sieger hervorgingen. Die dreiseitig geschosshoch verglaste Fassade bietet vielfältige Blickbeziehungen zwischen einem durch natürliche Helligkeit geprägten Innenraum und der Außenwelt der vorgelagerten Domplatte. Die Gestaltung der Möblierung wurde bewusst zurückhaltend gewählt. Dominierend ist dabei die Farbe Weiß. Die in Grau gehaltenen Stahlbetonunterzüge und Stützen strukturieren den Raum. Dies schafft den notwendigen neutralen Hintergrund eines offenen, hellen Raumes, der Bühne, Zuschauer- und Aufenthaltsraum zugleich sein soll. Einzig ein stilisiertes Kreuzmotiv setzt sich durch seine Naturholzoberfläche vom restlichen Fugenbild ab und erinnert den Besucher an die sakrale Zuordnung des Ortes.

Nach dem Neubau der Domtreppe und desBahnhofsvorplatz (2005, Schaller/Theodor Architekten BDA) und dem Neubau des Zugangs zum Südturm des Kölner Doms (2009, Kaspar Kramer Architekten BDA) zeugen die Projekte Domforum und Blau-Gold-Haus von einer weiteren, deutlichen Aufwertung des Umfeldes der Weltkulturerbestätte Kölner Dom.

www.martini-architekten.de
www.domforum.de
www.lig.de

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Constantin Meyer, LIG
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