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Großzügig und Grün

Wohnen am Clarenbachkanal in Köln-Lindenthal

Unweit des Ostasiatischen Museums gelegen, fußläufig erreichbar vom Stadtzentrum liegt die neue... mehr

Unweit des Ostasiatischen Museums gelegen, fußläufig erreichbar vom Stadtzentrum liegt die neue exklusive Wohnanlage Clarenbachkanal. Der gleichnamige Wasserlauf ist einer von drei Kanälen, die eine Grünverbindung zwischen dem inneren und äußeren Grüngürtel im Kölner Westen schaffen. An seiner ruhigen Grünlage partizipiert auch die viergeschossige Wohnbebauung, die Wrede Architekten entlang der Südwestseite des Kanals an der Clarenbachstraße als Blockrandbebauung für den Bauherrn Vivacon Development entworfen und ausgeführt haben. Auch der begrünte Blockinnenbereich und die darin errichteten beiden zweigeschossigen Hofhäuser wurden von den Architekten gestaltet.

Die in massiver Schottenbauweise errichteten Gebäude haben eine Fassade erhalten, die sich durch wiederkehrende und durchgängig verwendete Gestaltungselemente auszeichnet. Ohne die Flexibilität der Fassadengestaltung zu beeinträchtigen, wird auf diese Weise die Adressbildung der Wohnanlage unterstrichen. Die elementierte Fassade ist charakterisiert durch die wecheselnde Verwendung von wasserresistentem Holz und bodentiefen Verglasungen. Ihre hohe Ausführungsqualität wurde möglich durch dem Entwurf nahezu identischer Fassadenelemente, die einen hohen Vorfertigungsgrad bei gleichzeitig hoher wirtschaftlicher Effizienz ermöglichen. Hervorspringende Balkonbänder aus Sichtbeton artikulieren die um ein weiteres Penthouse-Geschoss aufgestockte Blockkante zur Richard-Strauss-Straße hin. Außenbündige Brüstungen aus Glas und in den Baukörper zurückspringende Loggien verleihen der Bebauung eine ruhige, filigrane Plastizität.

Die 32 Wohneinheiten des Blockrandgebäudes werden über vier Treppenkerne mit Aufzugsanlagen erschlossen – zwei Wohnungen liegen dabei jeweils auf einer Etage. Die Sichtbeziehungen der nach Westen und Süden zum Clarenbachkanal hin orientierten Fassaden zeichnen die Wohnungen, die mit einer lichten Raumhöhe von 2,70 m ausgestattet wurden, aus. Der wertvolle Baumbestand an dem Wasserverlauf lässt es zu, die zu den Straßenräumen orientierten Fassaden des Gebäudes als „grüne Gartenfassaden“ zu interpretieren. Mit ihren bodentiefen Verglasungen, Balkons und Loggien mit 2,20 m bzw. 3,70 m Tiefe haben die Wohnbereiche der Wohnungen maximal an den Außenräumen teil und sind eng mit ihnen verknüpft.

Ansonsten folgen die Grundrisse in ihrer klaren Zonierung dem Motiv des hochwertigen Wohnens: Selbst in den kleineren Wohnungen werden die Schlafbereiche und Badezimmer dem „privaten Bereich“ zugewiesen. Die Ess- und Wohnbereiche sind Bestandteil des klar davon separierten, repräsentativeren „öffentlichen Bereichs“. Küche, WCs, Bäder und Flure befinden sich ferner im Innenbereich der Wohnungen; ein weiterer Wohn- und Schlafbereich wurde zum ruhigen Innenhof hin orientiert. Alle Wohnungen wurden mit Parkett ausgelegt und mit hochwertigen Badezimmern ausgestattet.

Der gemeinschaftlich genutzte Raum geht weit über die Treppenhäuser hinaus: Der über einem gemeinsamen Tiefgaragengeschoss angeordnete, hochwertig gestaltete und bepflanzte Innenhof bildet einen halböffentlichen Platz als Treffpunkt, Spielplatz und Forum der Wohnanlage. Von der Tiefgarage aus gibt es direkte Zugänge zu den Erschließungskernen der Gebäude – auch zu den beiden Hofhäusern, die auf Straßenebene weiterhin über einen Durchgang in der Blockrandbebauung erreicht werden.

Die kompakte Bauform der Wohnanlage macht es möglich, ihren Wärmebedarf deutlich zu minimieren. Zur Reduzierung der sommerlichen Kühllasten, sowie als Sichtschutz und Verdunkelung, haben die Fenster außen liegende, motorisch betriebene Außenraffstoreanlagen erhalten. Deren zentrale Steuerung erfolgt automatisch in Abhängigkeit von der Witterung.

Aufgrund der Gebäudetiefe und der nach außen orientierten Raumanordnung sind alle Flächen über die Fassade natürlich zu belüften – lediglich die Nasszellen und Nebenräume wurden mit mechanischen Lüftungsanlagen ausgestattet. Zur Reduzierung des Energiebedarfs wurden regenerative Wärmequellen in Form einer luftbetriebenen Wärmepumpenanlage verwendet, die auch im Sommerbetrieb die Kühllasten des Gebäudes verringert. Die gering geneigten Flachdächer haben zudem eine extensive, ebenfalls wärmedämmende Dachbegrünung erhalten.

www.wrede-architekten.de

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Architekten

Wrede Architekten
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Fotos

Matthias Sandmann
www.sandmann-fotografie.de
Sven Otte 
www.svenotte.com