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Ein dritter Ort

Die Stadtteilbibliothek Kalk bietet ein kulturelles Zuhause mit einer Extraportion Digitecture

Als eines der herausforderndsten Industriegebiete Kölns erfindet sich der Stadtteil Kalk als... mehr

Als eines der herausforderndsten Industriegebiete Kölns erfindet sich der Stadtteil Kalk als modernes Viertel neu. Teil dieser Neuerfindung ist auch die Ende September dieses Jahres eröffnete Kalker Stadtteilbibliothek, die eine Besonderheit in der Bibliothekenlandschaft Deutschlands darstellt. Denn hier findet nicht nur jeder ein kulturelles Zuhause, in dem Chillen, Arbeiten, Lesen, Lernen, Informieren und kreativ sein möglich sind. Hier kann auch jeder eine einzigartige Portion Digitecture erleben.

Um das optimale Ergebnis für die Nutzer zu erzielen, verwendete das Bibliotheksteam unter der Leitung von Trainerin und Bibliotheksberaterin Julia Bergmann Design-Thinking-Methoden. Darüber hinaus wurden auch Nutzerumfragen durchgeführt, um sicherzustellen, dass sich die Nutzer zukünftig mit diesem innovativen dritten Ort identifizieren können. „Dies führte zur Erweiterung des Projekts. Wir haben die gesamte Bibliothek umgestaltet, anstatt wie ursprünglich geplant, der Jugendabteilung nur eine Spielstation hinzuzufügen. Dieses Projekt ist ein Paradebeispiel für die Kraft einer Geschichte und ihre Fähigkeit, Interessengruppen zu begeistern“, sagt creative guide und Architekt Aat Vos, der die Bibliothek in Kooperation mit Andreas Franke von Franke Architektur | Innenarchitektur und der Stadtbibliothek Köln entwickelt und realisiert hat.

Mit einem Kinderspielplatz, seniorengerechten Möbeln, einer mehrsprachigen Medienauswahl, Wifi und natürlich zahlreichen Bereichen zum Sitzen, Lesen oder Treffen bietet die Bibliothek allen Besuchern einen Wohlfühlplatz. Auch gibt es private Lernorte und sogenannte „workbars“ am Fenster. In der ersten Etage wurde eine Landschaft für Teenager kreiert, wo es sich wunderbar chillen und arbeiten lässt. Zudem besteht die Möglichkeit, auf einer Projektionswand, die von mehreren Tablets gleichzeitig „bespielt“ werden kann, zu gamen und sich interaktiv zu treffen. Ein Bereich, der von der Künstlergruppe Urban Screen aus Bremen in Zusammenarbeit mit den Innenarchitekten entwickelt wurde. Große Tische, eine wohnliche Atmosphäre, dimmbare Beleuchtung, bequeme (Vintage-)Möbel, Teppiche und runde Tische sind mit warmen Holzböden und anderen warmen Elementen verbunden, um eine ungezwungene, heimelige Atmosphäre zu schaffen. Um auch Menschen außerhalb der Bibliothek zu erreichen, verfügt die Kalker Bibliothek über einen Makerspace sowie einen mobilen Makerspace – ein E-Cargo-Bike.

www.aatvos.com
www.frankearchitektur.de

Fotos:

Marco Heyda
www.heyda.nl