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Auf ein Minimum reduziert

Der Gastraum in der ehemaligen Zigarrenfabrik in Köln-Sülz

Eindrucksvolle Umnutzungsprojekte alter Bestandsgebäude ziehen heutzutage große Aufmerksamkeit... mehr
Eindrucksvolle Umnutzungsprojekte alter Bestandsgebäude ziehen heutzutage große Aufmerksamkeit auf sich und können damit auch zur Vorbildfunktion werden im Umgang mit Geschichte und Erinnerung. Die ehemalige Zigarrenfabrik in Sülz aus den 1920er Jahren gehört dazu. Das Gebäude steht seit 1988 unter Denkmalschutz und wurde in den Jahren 2001 bis 2002 sorgsam saniert und hauptsächlich zu Büroräumen umgebaut. Seit dem vergangenen Jahr befindet sich im hinteren Teil des Erdgeschosses eine zusätzliche Nutzung: Der Bereich dient heute dem Gastraum, der unter anderem für private Feste, Kochkurse oder als Seminarraum genutzt wird. Das mit der Planung und Realisierung beauftragte Kölner Architekturbüro Laß-Adelmann kannte den Bestand noch allzu gut aus dem Jahr 2007, in dem sie die großzügigen und hellen Räumlichkeiten übergangsweise zu multifunktionalen Büro- und Repräsentationszwecken verwandelt hatten.

Damals wie heute folgten die Architekten dem Motto „Vorhandenes akzeptieren und gleichzeitig kluge Nutzungskonzepte mit raffinierten Lösungen anbieten“. Die Sanierung und Umnutzung des Erdgeschosses sowie die Auswahl der Materialien und Farbgebung erfolgte in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege. Vor rund acht Jahren war zunächst eine Kernsanierung unabwendbar. Der Bestand sah keinerlei Wärmedämmung und Feuchtesperre gegen das Erdreich vor, daher musste eine komplett neue Bodenplatte eingebaut werden. Zusätzlich machte die Höhenlage des Erdgeschosses unterhalb des Straßenniveaus den Einsatz einer Hebeanlage für Abwasser erforderlich. Nachdem nach wenigen Monaten mit dem Innenausbau begonnen werden konnte, verfolgten Bauherr und Architekt dann nur noch ein Ziel: Die historische Bausubstanz sollte mit einem neuen, modernen und reduzierten Raumkonzept so verbunden werden, dass sich Besucher und Gäste wie bei Freunden zu Hause fühlen. „Ich schlug vor, das alte Mauerwerk, die Betonpfeiler und die gesamte Betondeckenuntersicht unbedingt ganz freizulegen und unverändert zu erhalten – die Bauherren stimmten zu“, erzählt Architekt Thomas Laß-Adelmann von den Anfängen seiner Planung.

Was die Material- und Farbgebung betraf, so sollten Neu und Alt miteinander korrespondieren. Die historische Substanz wurde mit einem hellen Zementestrich und Leichtbauwänden aus Gipskarton ergänzt, Raumabtrennungen wurden als rahmenlose Verglasungen ausgeführt. Die neuen Fenster wurden dem historischen Original nachempfunden und als Aluminium-Sprossenrahmen ausgeführt. Der Aufwand, der Bauen im Bestand mit sich bringt, hat sich gelohnt – entstanden ist ein individueller Raum, der Historie und Moderne geschickt miteinander verbindet und eine exklusive Atmosphäre ausstrahlt.

www.lass-adelmann.de
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Laß-Adelmann Architekturbüro
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