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Alt und Neu im Dialog

Die denkmalgerechte Sanierung einer Villa in Brühl besticht durch ihren Detailreichtum

In Brühl gibt es sie noch – die reichlich dekorierten Altbauten aus der Gründerzeit um 1900.... mehr

In Brühl gibt es sie noch – die reichlich dekorierten Altbauten aus der Gründerzeit um 1900. Auch ein Bauherrenpaar konnte da nicht widerstehen – Köneke Architekten aus Köln küssten für sie die alte Gründerzeitvilla mit viel Raffinesse und Ideenreichtum wach. Die historischen, teilweise opulenten Stilelemente sollten bewahrt und in moderner, reduzierter Weise in Szene gesetzt werden. Das Alte sollte nicht nur konserviert, sondern auch den Bedürfnissen der neuen Besitzer entsprechend weiterentwickelt werden. Im EG der Villa kommen die Gegensätze von alten und neuen Aspekten besonders gut zur Geltung: Stuck, Flügeltüren und Originalfenster bilden einen harmonischen Rahmen für die moderne Einrichtung. Auch der alte Terrazzoboden im Eingagsbereich liegt Seite an Seite mit einem schlichten Zementboden und gibt den Blick frei auf den vorhandenen Kamin. Raumhohe Türen und offene Durchgänge geben der Eingangshalle viel Großzügigkeit und lassen das Entree einladend wirken.

Herzstück des Hauses ist die Küche: Ein monolithischer Küchenblock aus Stahl formt eine kontraststarke Einheit mit den vorhandenen Altbauelementen der angrenzenden Bereiche. Die Raumhöhe von 3,60 m und die Helligkeit der Küche verleihen dem Raum viel Eleganz und Leichtigkeit – was ihn schnell zum Lieblingsplatz der Hausbewohner werden ließ. Im 1. OG, auf dem sich neben dem Büro auch Bad, Schlafzimmer und Ankleide befinden, wird eine sehr homogene Wirkung durch die großzügige Raumaufteilung, den hellen Holzboden und weiß gekalkte Wände erzeugt. Das Bad ist zurückhaltend minimalistisch gestaltet. Auch hier wurden Stuck, die Flügeltüre zur Ankleide und die Kassettentüre detailverliebt restauriert. Ausgesuchte Elemente, wie das Naturstein-Waschbecken oder die Fliesen in Perlmuttoptik, mit denen die Dusche und der WC-Bereich belegt sind, fügen sich harmonisch ins Gesamtkonzept ein. Für die freistehende Badewanne aus Mineralguss musste die Decke aufwändig durch zusätzliche Stahlträger verstärkt werden. Der Aufwand hat sich gelohnt: Der Raum ist äußerst behaglich und ein idealer Ort um den Tag zu starten oder ausklingen zu lassen. Das Haus ist an einer Seite freistehend und verfügt über einen gestalteten Außenbereich. Eine 30 m² große Terrasse mit einem Essplatz schließt ebenerdig an die Küche an und schafft einen fließenden Übergang zwischen innen und außen. Der Blaustein der Terrasse und das Grauwackepflaster für die Einfahrt erzeugen eine perfekte historische Anmutung. Um eine Magnolie herum erstrecken sich Pflanzbeete und eine Kiesfläche mit Sitzplatz. Von hier aus haben auch die Bauherren einen guten Ausblick auf ihr wachgeküsstes „Schätzchen“.

www.koeneke-architekten.de

Architekten: Köneke Architekten www.koeneke-architekten.de Fotos: Stefan Schilling... mehr

Architekten:

Köneke Architekten
www.koeneke-architekten.de

Fotos:

Stefan Schilling
www.stefan-schilling.de