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Äußerst facettenreich

Das neue Verwaltungsgebäude brandtelf in Bonn

Als das Kölner Büro Jürgensen & Jürgensen Architekten 2009 den Auftrag für brandtelf von Art... mehr
Als das Kölner Büro Jürgensen & Jürgensen Architekten 2009 den Auftrag für brandtelf von Art Invest Real Estate & Pareto GmbH erhielten, war den Planern gleich klar, welche reizvolle Aufgabe da auf sie zukam. Mitten im Zentrum des ehemaligen Regierungsviertel, einem äußerst geschichtsträchtigen Ort, sollte ein neues, modernes Verwaltungsgebäude entstehen. Das ca. 7.700 m² große Areal, auf dem das neue Verwaltungsgebäude gebaut werden sollte, befindet sich unmittelbar an der Bonner Museumsmeile und in direkter Nachbarschaft zum UN-Campus, der Deutschen Welle und dem Posttower.

Ergänzend zu den „Großformen“ der Museen entstand an der Willy-Brandt-Allee ein ca. 100 m langes, viergeschossiges Verwaltungsgebäude, das im Dialog mit dem Haus der deutschen Geschichte, der Bundeskunsthalle und dem Kunstmuseum der Stadt Bonn eine „klare städtebauliche Kante“ zum Straßenraum bildet. Die beiden senkrecht an den Hauptbaukörper anschließenden, dreigeschossigen Gebäudezeilen orientieren sich an der Gebäudehöhe der umgebenden Nachbarbebauung und variieren – ergänzt durch kupferfarbene Metallpaneele – die Fassadengestaltung. Unmittelbar gegenüber der Neubebauung befindet sich in der Schlegelstraße die ehemalige bayrische Landesvertretung. Eingebunden in das Gesamtkonzept der Neubebauung ist die ehemalige baden- württembergische Landesvertretung. Ein schlichter, winkelförmiger Putzbau aus den fünfziger Jahren, der mit Ausnahme einer denkmalgeschützten Fassade neu errichtet wurde und deren Erhaltung Zeugnis der demokratischen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland ist.

Durch die Anordnung der Baukörper entstand ein Gebäudeensemble mit sehr unterschiedlichen räumlichen Qualitäten. Der städtischen Situation an der stark befahrenen Willy-Brandt-Allee stehen begrünte und ruhige Innenhöfe gegenüber, die auch den Nutzern der Büroimmobilie zur Verfügung stehen. Die Einbindung des Denkmals führt darüber hinaus zu einem spannungsvollen Dialog zwischen der vorhandener Bausubstanz und den Neubauten. Ein umlaufendes, auf gleicher Höhe befindliches „Podest“ verbindet als einheitlicher Rahmen alle Gebäudeabschnitte und nivelliert die vorhandene Topographie. Das Podest wurde durch Heckenabschnitte in gleicher Wuchshöhe in seiner Form gestärkt, die vorhandene Straßenraumbepflanzung entlang der Schlegel- und Welckerstraße ergänzt.

www.juergensen-architekten.de
Architekten Jürgensen Architekten www.juergensen-architekten.de Fotos Tomas Riehle /... mehr

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Jürgensen Architekten
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Fotos

Tomas Riehle / Artur Images
www.tomas-riehle.de