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Wohnen ist Nachbarschaft

Der Name ist Programm: Das Open House

Im Rahmen der IBA Hamburg ist auf Wilhelms­burg das Open House entstanden. Ein Musterbeispiel... mehr

Im Rahmen der IBA Hamburg ist auf Wilhelms­burg das Open House entstanden. Ein Musterbeispiel für klimaschonendes Bauen als sogenanntes Passivhaus plus und als gemeinschaftlich geplantes Gebäude zugleich ein Modell für nachbarschaft­liches Wohnen in der Stadt. Gleich drei Investoren waren beteiligt und die erste Baugemeinschaft der Elbinsel hat hier ihr Zuhause gefunden.

Auf einer Brachfläche am Ufer des idyllischen Ernst-August-Kanals inmitten des gründerzeitlich geprägten Reiherstiegviertels sind 44 neue Wohneinheiten entstanden. Für Entwurf und Rea­lisierung zeichnete eine Arbeitsgemeinschaft aus dem niederländischen Architektur­büro Onix und dem Hamburger Architekturbüro Kunst + Herbert verantwortlich.

Im West- und Ostflügel des Y-förmigen Gebäu­des entstanden durch die Baugemeinschaft Schipperort und die Baugenossenschaft Schanze 31 geförderte Mietwohnungen. Im Südflügel hat die Steg 13 Eigentumswohnungen errichtet. Erst auf den zweiten Blick offenbart das Gebäude seine innere Vielfalt: Die 31 Mietwohnungen (davon acht Maisonettes) der Baugemeinschaft und der Baugenossenschaft für Singles, Paare und Familien sind zwischen 50 und 115 m² groß. Die Eigentumswohnungen der Steg umfassen acht ins Ge­bäude integrierte „Stadthäuser“ über drei Geschosse mit je 120 m² sowie eine Maisonette-Wohnung und vier Lofts zwischen 60 und 82 m². Dazu kommen gemeinschaftlich genutzte Räume und Außenflächen.

Wichtig ist allen das nachbarschaftliche Miteinander, das Gebäude will das Verbindende fördern, Schnittstellen für Begegnung schaffen. Die Außenbereiche und die Erschließungszonen sind solche Orte nachbarschaftlichen Zusammentreffens, die gezielte Kommunikation und zufälliges Zusammentreffen ermöglichen. Am Vogelhüttendeich wird ein sauber geschnittener Baukörper in die vorhandene Bebauung eingereiht, die Baulücke dahinter bleibt aber erkennbar. Er schließt den Rand, ohne den Raum abzuschließen. Er macht neugierig, ohne alles preiszugeben! Durch geschickte Fassung und Zuordnung entstehen Höfe, Gärten und Durchgänge. Raum für lustvolle Freizeitaktivitäten, ob am Kanal oder unter Bäumen, Blumenzucht, Kinderspiel und Fachsimpelei: offene Nachbarschaft, die weit über das eigentliche Gebäude in den Stadtteil hinein reicht.


www.kunstherbert.de
www.onix.nl

Architekten: Kunst + Herbert www.kunstherbert.de Onix www.onix.nl Fotos: Oliver... mehr

Architekten:

Kunst + Herbert
www.kunstherbert.de

Onix
www.onix.nl

Fotos:

Oliver Heissner
www.oliverheissner.net