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Wasserweg nach Wilhelmsburg

Expressives Betriebsgebäude der Ernst-August-Schleuse

Seit 1930 überwindet die Ernst-August-Schleuse den tideabhängigen Höhenunterschied zwischen dem... mehr
Seit 1930 überwindet die Ernst-August-Schleuse den tideabhängigen Höhenunterschied zwischen dem Ernst-August-Kanal und der Elbe, be- und entwässert Abschnitte des Wilhelmsburger Kanalsystems und schützt das dahinterliegende Land vor Überflutung. Die neue Schleuse wurde in ihren Abmessungen an den voraussichtlichen Bedarf und die aktuelle Schutzlinie von 8,10 m über N.N. angepaßt.

Hinsichtlich der städtebaulichen Entwicklung Wilhelmsburgs und der IBA Hamburg sollten das neue Betriebsgebäude und die Außenanlagen herausragende architektonische Qualität erreichen. Der Architekt Tillmann Wagenknecht entwarf ein „Schleusenwärterhaus“ von außergewöhnlichem Charakter. Das in Form und Aussenhülle expressiv gestaltete Gebäude geht durch die Positionierung unmittelbar neben dem Aussenhaupt eine enge architektonische Verbindung mit der Funktionalität der Schleuse ein. Dies ermöglicht nicht nur beste Übersichtlichkeit im Betriebsablauf, sondern auch die gestalterische Einheit mit dem Aussenhaupt, das sonst nur als rein technischer Bestandteil der Schleusenanlage verstandenen wurde.
Die dynamische Gebäudeform orientiert sich zur Nahtstelle von Schleuse und Kanal und verbindet sich durch die Fortsetzung der Linienführung auch konstruktiv mit dem Aussenhaupt, umfasst es durch beidseitig über das Wasser geführte Versorgungsstege. Die aufwändige Fassade aus geklebten, pulverbeschichteten Aluminiumblechtafeln in anthrazit ist mehrfach geknickt und umhüllt nahtlos Wände und Dach des Baukörpers.

Die technischen Bereiche im UG und OG sind durch großflächige Verglasung klar abgegrenzt. Das gewählte Material und die Farbigkeit finden sich in zahlreichen anderen Bauteilen der Gesamtanlage wieder. Das begrünte Deichland wurde einseitig bis an den Rand der Schleusenkammer herangeführt, wodurch sich die üblicherweise tief in das Gelände eingeschnittene Schleusenkammer öffnet und mit dem Aussenraum zu einer Einheit verbindet. Die bewusste Inszenierung dieses Funktionsgebäudes und die einheitlich gestaltete Gesamtanlage läßt die Bedeutung dieses Übergangs nach Wilhelmsburg erkennbar werden.

www.wagenknecht-architekten.com
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Wagenkneckt Architekten
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Ralf Buscher Photography
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