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Transparenz und Farbe

Neue Gestaltung der Kundenzentren im Bezirksamt Eimsbüttel

Hintergrund für die Umgestaltung ist der Beschluss des Hamburger Senats sämtliche Bezirke... mehr
Hintergrund für die Umgestaltung ist der Beschluss des Hamburger Senats sämtliche Bezirke einheitlich zu organisieren. Das sollen drei Kundendienststellen leisten, in denen die Bürger mit einem offenen und freundlichen Servicesystem auf kurzem Wege alle Behördengänge erledigen können. Ziel ist es, eine größere Kundennähe zu schaffen und eine effektivere Beratung und Sachbearbeitung zu erreichen. Neben dem allgemeinen Kundenzentrum wurde ein soziales Dienstleistungszentrum sowie ein Zentrum für Wirtschaft, Bauen und Umwelt eingerichtet. Das Bezirksamt Eimsbüttel ist der einzige Bezirk, der diese Kundenzentren unter einem Dach unterbringen konnte.

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Bezirksamts ist eines der Grindelhochhäuser, die 1956 als Symbol des Aufbruchs in eine neue Zeit von der „Gruppe der Grindelberg Architekten“ gebaut wurden, unter Ihnen Größen wie Hermkes, Lodders und Streb. Der Entwurfsansatz der Architekten Klaus Roloff und Michael Ruffing von medium Architekten für die Integration der Kundenzentren in dieses besondere Gebäude folgte eng dem ursprünglichen architektonischen Konzept, die Erdgeschosszone so transparent wie möglich zu halten. Es sollten keine massiven Wände eingebaut werden, stattdessen hat man freistehende Möbel gewählt oder mit farbigem Glas gestaltete Beratungsboxen eingestellt. Der Aus- und Durchblick in den Landschaftsraum wird nicht gestört, die Beziehung zum Parkgelände bleibt erlebbar.

Die klare architektonische Gestaltung beschränkt sich auf wenige Elemente. In der Eingangshalle wird der dunkle Steinboden des Treppenhauses aufgenommen. Kontrastierend dazu steht frei im Raum ein weißes Tresenmöbel, das zum Arbeitsplatz aufgeschoben oder für Veranstaltungen als Tresen oder Büffetblock genutzt werden kann. Die Besucher werden mittels Farbgebung gelenkt. Im Sozialen Dienstleistungszentrum dominiert die Farbe orange. Sowohl die mit farbigen Motiven gestalteten Glastrennwände der Beratungsboxen, als auch die geschwungenen Warteinseln mit ihren orangenen Sitzen schaffen ein freundliches und heiteres Ambiente.

Das Zentrum für Wirtschaft, Bauen, Umwelt wurde mit der Farbe blau gestaltet. Hier sind die Glas- trennwände mit Motiven aus der Entstehungszeit des Gebäudes versehen. Auch hier Glastrennwände und Transparenz, Kundennähe und Offenheit, helle Gestaltung und situativ angepaßte Beleuchtung. Die Verlagerung der Büroboxen an die Westfassade ermöglicht eine großzügige und funktionale Organisation der Abläufe. Die Beratungstheken sind direkt den gläsernen Büros der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugeordnet. Im Empfangsbereich des Allgemeinen Kundenzentrums, das durch die Farbe grün akzentuiert wird, kommen nur offene Tresenanlagen zum Einsatz. Mit einer hellen Farbgebung, akzentuierter Lichtsetzung, sowie der Verwendung von Holz wird ein angenehmes und freundliches Ambiente geschaffen, man begegnet sich jetzt in einer entspannten Atmosphäre.
Der kundenorientierte neue Service wird baulich artikuliert. Die Idee, die Besucher farblich zu leiten, wird konsequent umgesetzt, schon an den Türen im Eingangsbereichen erfolgt der farbige Hinweis auf die jeweiligen Inhalte. Die Farben der drei Bereiche ziehen sich wie ein grüner, oranger oder blauer Faden durch das Haus. Das farbige Quadrat, das auf das Logo des Bezirksamts zurückgeht, führt die Bürgerinnen und Bürger vom Windfang bis zum Sachbearbeiterbüro.

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Klaus Frahm
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