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St. Pauli pur

Frei-Räume für kreative Dienstleister

Dieses Lofthaus-Ensemble für kreative Dienstleister aus den umliegenden Stadtteilen entstand nach... mehr
Dieses Lofthaus-Ensemble für kreative Dienstleister aus den umliegenden Stadtteilen entstand nach dem Konzept von hda Henrik Diemann Architekten. Sie entwickelten ein charakterstarkes Gebäude mit Flächen, die den Nutzern Inspiration und Flexibilität bieten. Die Architektur nimmt die historische Parzellenstruktur des Stadtteils auf und bildet zwei unabhängige Baukörper und Fassaden aus. Das Gebäude Budapester Str. 45 - 46 zeigt im EG mit Eingang und Läden einen dunklen Betonsockel. In den darüber liegenden Geschossen mischen sich unterschiedlich tiefe und breite Betonrahmen, die die Nutzungseinheiten, sogenannte „units“, widerspiegeln. Der Bau an der Budapester Str. 47 wirkt durch das feine Raster aus Basaltstein ruhig. Differenzierte Fenster- und Brüstungsteilungen geben der Fassade Tiefe. Der rückwärtige Baukörper verändert seine Form je Etage ein wenig, so dass keine der anderen gleicht.

Die Fläche pro Etage kann mit einem bis drei Mieter belegt werden. Zusätzlich sind sie innerhalb des Gebäudes verbunden, so dass Nutzer auch über verschiedene Ebenen hinweg Räumlichkeiten angepasst an ihren aktuellen Platzbedarf anmieten können. Die gängigen Einzelbürostrukturen mit einem Mittelgang ist für kreative Dienstleister uninteressant. Sie wünschen sich Flächen, die frei einteilbar sind, um unterschiedlich große Projektteams flexibel anordnen und immer wieder neu formieren zu können. Es gibt auch viele Bereiche, wo nicht nur am Schreibtisch gearbeitet werden kann, sondern auch in kommunikativen Zonen wie Lounges und Bistros. Die Innenarchitektur ist bewusst roh: Sichtbeton, Linoleum- und Holzbeläge sowie Metallfenster geben den Räumen ein offenes Werkstatt-Ambiente. Dachterrassen und Balkone zum Hof ermöglichen Frischluftpausen. Der imposante Ausblick in den beiden oberen Staffelgeschossen bietet St. Pauli pur und reicht vom Feldstraßenbunker über das Heiligengeistfeld mit dem Millerntorstadion bis zum Hafen.

Das Lowtech-Energiekonzept ersetzt mit einer intelligenten Fenstersteuerung die herkömmliche Klimatisierung. Automatische Motoren öffnen die Fenster in den kühlen Abend- und Nachtstunden. Die Luft durchströmt die massiven Betondecken und geben die Kühle am Tag wieder ab. Die Gesamteffizienz des Ensembles liegt weit unter den gesetzlichen Anforderungen. Da viele Mitarbeiter aus dem Quartier bzw. der direkten Umgebung kommen, wurden ausreichend Fahrradstellplätze im Hof angeordnet. Zu den Mietern gehört der Software-Dienstleister freiheit.com, dessen vom Architekturbüro BN Architekten und der Innenarchitektin Arzu Kartal gestalteten Räume und Einbauten hier zu sehen sind. Desweiteren war punct.object bei der Innenraumgestaltung tätig.

www.hda-hamburg.de
Architekten: hda Henrik Diemann Architekten www.hda-hamburg.de Fotos: Cordelia Ewerth... mehr

Architekten:

hda Henrik Diemann Architekten
www.hda-hamburg.de

Fotos:

Cordelia Ewerth
Julia Homoth 

Innenaussttattung:

BN Architekten
www.bnarchitekten.de punct.object 
www.punct-object.de Arzu Kartal
www.arzukartal.com