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Sonnensegel und Güterzüge

Markantes Betriebsgebäude im Hafen

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Zwischen HafenCity und Wilhelmsburg liegt mitten im Hafenareal der Hafenbahnhof Hamburg Süd. Schon seit 1893 werden auf diesem Güterbahnhof Rangierarbeiten ausgeführt. Die ausgedehnten und langgestreckten Gleisanlagen von heute befinden sich zwischen dem Ufer des Spreehafens und dem Veddeler Damm. Die Hamburg Port Authority hat hier ein Betriebsgebäude für ein Bahnunternehmen errichten lassen.

Dem Hamburger Architekturbüro Blauraum gelang es mit diesem strahlend weißen Bau mit ungewöhnlicher Dachform in einem heterogenen, industriellen Umfeld ohne jeglichen städtebaulichen Kontext, ein markantes Zeichen zu setzen.

Parallel zu den Gleisanlagen und dem Spreehafenbecken positioniert sich der dreigeschossige Neubau dort auf dem Grundstück, wo einst auf fast doppelter Grundfläche das ausgediente Sozialgebäude stand. Das neue Betriebsgebäude umfasst verschiedene Bereiche: Rund 20 Mitarbeiter arbeiten in der Verwaltung, die im obersten Geschoss angeordnet wurde. Die Sozial- und Pausenräume für etwa 170 Rangierer, die im 3-Schichtbetrieb rund um die Uhr tätig sind, liegen im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss. Die Eingänge liegen an der Ost- und Westfassade des Gebäudes, dazwischen spannt sich der grün akzentuierte Haupterschließungsflur. Pausenraum und Kiosk werden so mit dem Flur zu einem zentralen, schnell erreichbaren Versammlungs- und Kommunikationsort verbunden, der auch einen Zugang zu den Bereichen Zugabfertigung und Lager umfasst. Im 1. Obergeschoss liegen die sogenannten schmutzgefährdeten Bereiche der Sanitär-, Umkleide- und Trockenräume.

Der Massivbau wurde mit einer weiß gefliesten Oberfläche versehen, eine Entscheidung, die sich aus den Anforderungen für den Großteil des Innenraumes ergab: Wo 170 Gleisarbeiter im 24-Stundenbetrieb ein- und ausgehen, müssen die Oberflächen robust, unempfindlich und abwaschbar sein. Da im Sanitärbereich zu Spitzenzeiten ein hoher Bedarf an Warmwasser anfällt, stand die Einbeziehung einer Solar­thermieanlage von Projektbeginn an außer Frage; doch statt die solarthermischen Kollektoren nebeneinander auf der Dachfläche zu verteilen, wurden sie in einem „Solarsegel“ gebündelt und in die Gebäude­kubatur einbezogen. Neben dem praktischen Nutzen, die gegenseitige Verschattung der Module auszuschliessen und damit fast ein Viertel des jährlichen Energiebedarfs für Warmwasser sicherzustellen, erinnert diese Ausformung an die Sheddächer früherer Fabrikhallen und macht das Gebäude unverwechselbar.

www.blauraum.eu
Architekten blauraum architekten Planungsgesellschaft mbH www.blauraum.eu Fotos Martin... mehr

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blauraum architekten Planungsgesellschaft mbH
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Fotos

Martin Schlüter
www.martinschlueter.com