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Reizvolle Gegensätze

Haus und Garten ergänzen sich perfekt

Ein klassisches Einfamilienhaus, in den 1950er-Jahren erbaut und reizvoll in ländlicher Umgebung... mehr

Ein klassisches Einfamilienhaus, in den 1950er-Jahren erbaut und reizvoll in ländlicher Umgebung in Fischerhude gelegen, wurde vom Architekten Frank Püffel umgebaut und erweitert zu einem maßgeschneiderten Zuhause seiner Bewohner.

Dazu wurde zuerst das Hauptgebäude von seinen unerwünschten Anbauten „befreit“ und im lnneren vollkommen entkernt. Danach wurden dem Haus additiv die neuen Baukörper hinzugefügt. Jeder dieser drei Kuben bildet einen neuen Raum. lm Norden umfasst er den Windfang und das Gästezimmer, im Süden das Wohnzimmer und im Osten die Garage.

Der nördliche und der südliche Kubus setzen sich durch Glasfugen vom Körper des Hauptgebäudes ab und werden zu eigenständigen Teilen im Gesamtgefüge. Die Fugen sind auch in der Decke durch „Überkopfverglasungen“ wahrnehmbar. Alt und Neu werden bewusst in einen Dialog gesetzt: klassische Lochfassade und Satteldach versus moderne Glasfassade und begrüntes Flachdach.

Der alte Dachstuhl wurde komplett abgerissen, dann neu errichtet, gedämmt und mit flachen Dachpfannen belegt. Unter dem Dach befinden sich Schlafraum, Bad und Ankleide. Durch Schiebetüren können sie zu einem Raum zusammenwachsen, in dem sich die neu errichtete Südgaube in ihrer gesamten Breite erleben lässt. Während sich der neue Baukörper im Süden großzügig mittels filigraner Schiebefensterkonstruktionen zum Garten öffnet, bleibt der Kubus im Norden zur Straße hin geschlossen. Das hoch angeordnete Fensterband gewährt hier keine Einblicke, nimmt dem Baukörper aber die Massivität.

Ein Fensterband taucht auch im südlichen Kubus auf, hier auf Sitzhöhe positioniert, lässt es die Wand darüber scheinbar schweben und erlaubt Ausblicke zur Terrasse. Um die Wirkung der horizontal gegliederten Wand als Scheibe noch hervorzuheben, wurde sie ein Stück über die Ecke hinausgeschoben.

Alle Baukörper wurden mit 20 cm Hartschaum gedämmt, glatt verputzt und weiß gestrichen. Die anthrazitfarbenen Fenster- und Türprofile und das gleichfarbige Satteldach bilden den Kontrast. Die Gesamtkomposition aus Altbau und Anbauten lässt Nischen und Rücksprünge entstehen, die vor allem an der Gartenseite für geschützte Sitz- und Terrassenbereiche genutzt werden. Die klare Form der Architektur, die sich auch im Inneren stringent bis ins Detail fortsetzt, wird durch die Gestaltung des Gartens unterstützt und ergänzt. Diesen wunderschönen Garten stellen wir Ihnen im Artikel „Ein kontemplativer Garten" genauer vor.

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