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Offenheit und Transparenz

Maßgeschneiderter Umbau eines Stadthauses nutzt Licht auf raffinierte Weise

Das Stadthaus liegt auf dem Gelände der ehemaligen Fahrzeugwerkstätten Eppendorf. Die alten... mehr
Das Stadthaus liegt auf dem Gelände der ehemaligen Fahrzeugwerkstätten Eppendorf. Die alten Straßenbahndepots wurden unter Erhalt der denkmalgeschützten Fassaden zu Stadthäusern unterschiedlichen Typs umgebaut. Das hier vorgestellte Haus „Open Sky“ entstand in Split-Level-Bauweise, die Räume sind auf versetzten Ebenen um einen zentralen Innenhof bzw. Luftraum mit einem Oberlicht angeordnet. Dieses Thema war im vorgefundenen Innenausbau vom neuen Nutzer nicht erlebbar. Das Architekturbüro Heeckt + Maurer BDA wollte die architektonische Grundstruktur des Hauses wieder herausarbeiten.

Die Räume selbst wurden in ihrer Größe nicht wesentlich verändert, aber die Erschließung neu gedacht und die Blickbeziehung der Räume zueinander verändert und geöffnet. Ursprünglich durchschnitt der Treppenlauf immer wieder den Innenhof, der dadurch in seiner Höhe nicht mehr erfahrbar war. Nun wurde er an die Hauswand verlegt, um den Innenhof zu inszenieren. Waren vor dem Umbau die Räume durch Wände vom Innenhof abgetrennt, so gruppieren sie sich jetzt offen und transparent um den lichterfüllten Innen­hof, nur abgeschirmt durch „Balkone“ und flexible Raumabschlüsse in Form von großformatigen Schiebetüren. So sind zusätzliche qualitätsvolle Aufenthaltsorte entstanden.

Um diese Offenheit und Transparenz zu stärken, wurden vorher geschlossene, hohe Brüstungen im Wohnbereich durch Glasgeländer ersetzt und vielfältige Blickbeziehungen zwischen den Räumen geschaffen. Im nach oben hin privater werdenden Bereich des Hauses sind die Brüstungen massiv belassen worden.

Licht und Lichtführung der Planer von lichtweit gehen einher mit den räumlichen Veränder-ungen und stärken die entstandene Offenheit: aus den Etagen fällt indirektes Deckenlicht als Schimmer in den Innenhof und erzeugt räumliche Tiefe. Umsichtiger Umgang mit Licht vermeidet etwaige Blendungen beim Blick von Etage zu Etage. Lineare Vouten (gewölbte Übergänge zwischen Wand und Decke) verbinden Räume, akzentuieren Sichtbezüge und heben den skulpturalen Charakter des Gebauten hervor. Funktionale und dekorative Lichtelemente ergänzen diese Vouten. In der Mitte des Hauses wird der neu entstandene Essplatz durch eine außergewöhnliche Pendelleuchte zentriert und gleichzeitig die ungewöhnliche Höhe betont. Eine weitere eigens konfektionierte Leuchte fungiert als Eingangslicht und als Gästegarderobe.

Der tiefe und hohe Baukörper des alten Industriegebäudes ist jetzt mit allen Sinnen erlebbar. Der Innenhof ist zugleich Lebensraum und Herz des Hauses, das Licht verbindendes und öffnendes Element. Es ist eine lichtdurchflutete, kontemplative Innenwelt, ein introvertierter Ruhepol entstanden. Der Dialog zwischen Architekten und Lichtplanern war eine sehr befruchtende und bereichernde Kooperation.

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