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Modernisieren lohnt sich

Tipps für die energetische Sanierung Ihres Hauses

Investitionen in eine Immobilie sind wertsichernde Kapitalanlagen und steigern deren... mehr
Investitionen in eine Immobilie sind wertsichernde Kapitalanlagen und steigern deren Wiederverkaufswert. Wer also jetzt sein Haus modernisiert, spart nicht nur täglich Geld, sondern investiert auch in die Zukunft. Fast drei Viertel der Energie, die in deutschen Haushalten verbraucht wird, werden laut des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für die Raumwärme benötigt. Möchten Immobilienbesitzer ihre stetig steigenden Energiekosten reduzieren, ist es am effektivsten, Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs zu ergreifen um so den Wärmebedarf zu reduzieren.So werden die Nebenkosten verringert und die Umwelt entlastet. Zu Beginn einer Modernisierung sollte ein Energiebedarfsausweis erstellt werden. Dies geschieht im Rahmen einer unabhängigen Energiesparberatung, der „Vor-Ort-Beratung“ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de). In Nordrhein- Westfalen wendet man sich dafür z.B. an die Energieagentur NRW (www.ea-nrw.de) und in Hamburg an die ZEBAU, Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt GmbH (www.zebau.de). „Energiebedarfsausweise zeigen nicht nur den Energiebedarf auf, sondern enthalten auch erste Empfehlungen zu möglichen Modernisierungsmaßnahmen. Sie sind hilfreich, um den energetischen Zustand des Hauses zu beschreiben und die unterschiedlichen Modernisierungsmaßnahmen sinnvoll aufeinander abzustimmen“ sagt Lars Beckmannshagen von der ZEBAU GmbH Hamburg. Diese Beratungen werden durch Zuschüsse des BAFA finanziell unterstützt.

Welche Maßnahmen haben die größten Effekte?
Um den Energiebedarf eines Hauses zu senken ist die Außenhülle von zentraler Bedeutung. Mit einer umfassenden Modernisierung lässt sich hier der Bedarf um bis zu 70% senken. Neben den Außenwänden, dem Dach und der Kellerdecke spielen auch die Fenster und Türen eine wichtige Rolle. Zur Vermeidung von Bauschäden, wie z.B. Schimmelpilzbildung, ist es besonders wichtig, dass Maßnahmen an diesen Bauteilen aufeinander abgestimmt werden. Alle Maßnahmen rentieren sich besonders dann, wenn man sie mit anfallenden Arbeiten und Reparaturen kombiniert. Beim Austausch der Dachziegel sollte z.B. eine Dämmung des Daches mitbedacht werden. Außer energetischen und finanziellen Vorteilen ziehen Modernisierungen weitere positive Effekte nach sich, z.B. ästhetische Aufwertungen des Hauses, Erhöhung des Einbruchschutzes und Verbesserung der Wohnqualität. Neben den baulichen Maßnahmen trägt insbesondere eine Erneuerung der Haustechnik zur Effizienzsteigerung bei. Ein wichtiger Faktor ist die Heizungsanlage. Der Austausch alter Heizungsanlagen kann den Heizwärmeverbrauch um bis zu 30% senken. Dabei sollte dringend geprüft werden, ob nach Wärmedämmmaßnahmen die alte Anlage durch eine mit einer geringeren Leistung ersetzt werden kann. Auch der Austausch von Bestandteilen der Heizungsanlage, z.B. der Umwälzpumpe, kann beträchtliche Einsparungen bringen. Die Nutzung erneuerbarer Energien bietet die beste Möglichkeit, um sich von den Energiepreissteigerungen unabhängiger zu machen. Insbesondere Solarthermie, also die Nutzung der Sonnenenergie zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung, rentiert sich häufig bereits nach einigen Jahren. Auch die Verwendung von Holzpellets als Brennstoff kann eine sinnvolle und rentable Lösung sein. Eine Übersicht über mögliche Modernisierungsmaßnahmen gibt auch die Website

www.modernisierungskampagne.de


100 Jahre altes Haus verbraucht nach energetischer Sanierung weniger Heizenergie als ein Neubau
Mit einem Kostenaufwand von insgesamt 129.000 Euro ist die Doppelhaushälfte modernisiert, um Wohnfläche im Dachgeschoss erweitert und allgemein den heutigen Ansprüchen an Wohnkomfort angepasst worden. Zu den energetischen Sanierungsmaßnahmen zählten neben der Heizungsmodernisierung eine umfassende Wärmedämmung der Fassade, des Daches und der Kellerdecke sowie eine komplette Fenstererneuerung. Die Sanierung wurde vom Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) im Rahmen der Aktion „Energie-Gewinner“ zusätzlich gefördert und ist ein Best-Practice Beispiel der von der ZEBAU initiierten Modernisierungskampagne in der Metropolregion Hamburg.

Die Heizung und die Warmwasserbereitung erfolgt durch drei verschiedene Erzeuger: Öl-Brennwertgerät, wasserführender Kaminofen und Solarthermie. Dadurch reduzierte sich der jährliche Heizölbedarf von vorher 5.850 Liter auf nur noch rund 1.000 Liter insgesamt. Das entspricht bei 206 m² Wohnfläche einem Bedarf von weniger als fünf Litern pro Quadratmeter und Jahr. Mit diesen Werten unterschreitet das fast 100 Jahre alte Gebäude die Vorgaben für einen entsprechenden Neubau nach derzeit gültiger Energieeinsparverordnung (EnEV).


Allgemeine Informationen:
– Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung www.bmvbs.de/wohnenundbauen
– Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle www.bafa.de/energieeinsparung
– Verbraucherzentralen www.verbraucherzentrale.de

Regionale Informationen für Immobilienbesitzer:
– Energieagentur NRW www.ea-nrw.de
– Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt GmbH www.zebau.de
– Metropolregion Hamburg www.modernisierungskampagne.de

Fördermöglichkeiten:
– Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie www.foerderdatenbank.de
– KfW-Bankengruppe www.kfw.de
– NRW-Bank www.nrwbank.de
– Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt www.wk-hamburg.de
Fotos Johannes Arlt www.johannesarlt.com Martin Kunze mehr

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Johannes Arlt
www.johannesarlt.com Martin Kunze