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Lichte Großzügigkeit

Archaische Form zeitgemäß interpretiert

Die Architektin Alexandra Bub setzte die Wünsche der Bauherren nach einem Wohnhaus mit... mehr

Die Architektin Alexandra Bub setzte die Wünsche der Bauherren nach einem Wohnhaus mit Homeoffice gekonnt um und schuf so einen Ort in Blankenese, an dem die Familie lebt und arbeitet, zur Ruhe kommen und durchatmen kann. Ein schlichtes Wohnhaus mit Satteldach sollte es sein, die Urform – scharfkantig geschnitten, wie die Häuser aus dem Monopoly-Spiel. Die Wahl des rustikalen Klinkers fügt das Haus in die traditionelle Backsteinkultur Hamburgs ein. In der Kombination mit den typisch loftartig gegliederten, dunklen Stahlfenstern, entsteht die Assoziation einer Schmiede. Entsprechend der Tradition ist das Mauerwerk präzise geplant und ausgeführt. Die bewusst reduziert gehaltene Materialpalette des Hauses wird ergänzt durch breite, rustikale Eichendielen mit offenporiger und gebleichter Oberfläche.

Das Erdgeschoss ist geprägt durch die Idee eines offenen Raumes für Wohnen, Essen und Kochen, der durch den massiven Kaminblock mit Sitznische Halt und Ruhe erfährt. Durch die Raumanordnung fällt während des gesamten Tagesverlaufs Licht in das Haus. Der Wohnbereich ist zum Garten im Westen großzügig verglast, wird aber durch den Dachreiter auch schon mit Morgensonne belichtet. Feine horizontale Lamellen auf der Ostseite werfen ein schönes goldenes Streiflicht und lassen nur gefiltert Einblicke zu. Alle Wohnräume wirken ausgesprochen großzügig und hell, gleichzeitig archaisch und geerdet. Durch den offenen, großzügigen Grundriss mit Galerie ergeben sich bereits im Eingangsbereich interessante und geschossübergreifende Blickbeziehungen in den Wohnbereich und in das Obergeschoss. Raumhohe, profillose Schiebetüren ermöglichen das Abgrenzen einzelner Wohnbereiche im weitläufigen Erdgeschoss. Analog zur Assoziation Werkbüro ist der Arbeitsbereich zwar optisch Teil dieses Raumgefüges, kann aber durch Schließen der Glas-Stahlschiebelemente akustisch abgetrennt werden.

Die einläufige Massivholztreppe führt frei zwischen dem Kaminblock und einer raumhohen, profillosen Glasscheibe auf die lichtdurchflutete Galerie. Hier ist das Reich der Kinder, ein multifunktionales, 4 m langes Brüstungsmöbel dient als Staufläche und verwandelt den breiten Flur im Dachgeschoss mittels ausziehbarer Tischelemente in einen Bastel- und Kreativbereich – mit optischem und akustischem Bezug zum Wohnbereich. Sämtliche Einbaumöbel sind von der Architektin entworfen worden. Die Küche wirkt mit der massiven Betonarbeitsplatte wie eine robuste Werkbank und unterstreicht den gewünschten Eindruck eines zeitlosen Wohnhauses, in dem gern gelebt und gearbeitet wird.

www.bub-architekten.de

Architekten: BUB architekten bda www.bub-architekten.de Fotos: Alexandra Bub mehr

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Fotos:

Alexandra Bub