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Hier wird gelebt!

Das Dorf – zeitgemäß interpretiert für städtisches Wohnen

Dieses Wohngebäude im südlichen Wilhelmsburg ist Teil eines neuen Wohnquartiers, das im Rahmen... mehr
Dieses Wohngebäude im südlichen Wilhelmsburg ist Teil eines neuen Wohnquartiers, das im Rahmen der Internationalen Bauausstellung entsteht, eingebettet zwischen der existierenden Wohnbebauung und der neu geschaffenen Parklandschaft der Internationalen Gartenschau. Drei unterschiedliche Träger bauen hier insgesamt sechs Wohngebäude für 94 Haushalte und eine Kita. Zusammen mit dem umgebauten historischen Wilhelmsburger Wasserwerk bilden die Neubauten ein eigenständiges Quartier, die Neuen Hamburger Terrassen. Direkt am Gebiets­eingang haben die Architekten Axel Hauschild und Cord Siegel dieses Mehrfamilienhaus mit 49 Mietwohnungen und einer KITA realisiert. Durch seine Größe, seine Lage als Eckbau und seine markante Architektur fungiert es als Eingangstor zum neuen Quartier.

Grundgedanke beim Entwurf des Gebäudes war die Umsetzung einer vertikalen urbanen Dorfstruktur im Geschosswohnungsbau. Gestapelte Bürgersteige in Form von Laubengängen erschließen jeweils bis zu vier Wohnungen und sind als Orte der Begegnung gedacht. Groß­zügige Gemeinschaftshöfe sowie Plätze sind auf verschiedenen Ebenen des Gebäudes entstanden und thematisch gestaltet: Garten, Feiern, Spielen. Diese Mikro-Freiräume können von allen Mietern genutzt werden, fördern den Dialog unter den Bewohnern und helfen, die Nachbarschaft zu vertiefen.

Das Gebäude besteht aus acht verschiedenen, untereinander gemischten Miet-Wohnungs­typen: von ein bis vierPersonen-Wohnungen bis zu integrier­ten Maisonette-Reihenhäusern. Bei 60 Prozent der Wohnungen handelt es sich um geförderten Wohnungsbau. Im Gebäude ist eine KITA integriert, deren Essbereich und Bewegungsraum als Gemeinschaftsräume genutzt und durch Bewohner und Quartiersnachbarn angemietet werden. Das unterstützt die soziale Interaktion, unterschiedlichste Aktivitäten können vor Ort statt­finden. Gemeinsam nutzbare Funktionen schaffen Gemeinschaft, Identität, Sicherheit und Freude! Man wohnt hier nicht nur, man lebt und erlebt! „Das Einfache gut zu machen und nicht banal werden zu lassen, ist im öffentlich geförderten Geschosswohnungsbau oftmals die größte Heraus­forderung. Quantitativ und pekuniär in dieser bis ins Kleinste reglementierten Aufgabe die Freiräume zu finden, gelang den Architekten in hervorragender Weise“ befand die Jury des BDA Hamburg Architektur Preises 2012 und zeichnete das Gebäude mit dem 1. Preis aus.
www.hauschild-siegel.com
Architekten hauschild+siegel www.hauschild-siegel.com Fotos Archimage Hamburg / Meike... mehr

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Archimage Hamburg / Meike Hansen
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