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Ein kleiner Raum wird groß

Vom Spitzboden zum lichtdurchfluteten Studio

Das Hamburger Reihenhaus aus den 1970er Jah­ren wurde vom Berliner Architekturbüro DODK... mehr
Das Hamburger Reihenhaus aus den 1970er Jah­ren wurde vom Berliner Architekturbüro DODK energetisch saniert und modernisiert. Im ersten Bauabschnitt wurde das Erdgeschoss umgebaut und im zweiten Schritt das Dachgeschoss. Hier gelang den Architekten die Verwandlung des Spitzbodens in ein lichtdurchflutetes Studio mit einer Galerie, das nun als Rückzugsort genutzt wird und durch seine außerordentliche Raum- und Wohnqualität das gesamte Haus aufwertet.

Indem der Dachraum durch einen Luftraum mit dem ehemaligen Spitzboden verbunden wurde, entstanden spannende Raumgeometrien und Blickbeziehungen. Die freiliegenden Kehlbalken-Paare werden offensiv als Gestaltungselemente genutzt und strukturieren den fast fünf Meter hohen Raum. Der Charakter des Raumes wird maßgeblich durch den Einfall von Tageslicht durch die Dachfenster auf beiden Seiten des Satteldachs bestimmt. Sie werden zum entwurfprägenden Element und bieten großartige Ausblicke auf die wechselnden Wolkenlandschaften am Tag oder die Sternbilder des Nachthimmels. Das ausgeklügelte Lichtkonzept wird durch die künstliche Beleuchtung in Lichtvouten vervollständigt, diese wurden im First und zwischen den Kehlbalken angeordnet. Durch die Zweigeschossigkeit fällt das Tageslicht entlang der Wände bis in das untere Geschoß.
Das Farbkonzept arbeitet mit leuchtend gelbgrünen, im Obergeschoß lackierten Oberflächen und verbindet Elemente wie Brüstungen und Schiebe­paneele zu einem eingestellten architektonischen Körper. Die Schiebeelemente im Erdgeschoß sind aus dem Mineralwerkstoff Corean hergestellt und konnten damit sehr dünn ausgeführt werden. Zusammen mit der homogenen Behandlung von Oberflächen und Materialien zeigt dies, wie raffiniert die Architekten bis ins kleinste Detail mit Raum und Volumen umgingen.

Das fand auch die Jury des Velux-Architekten-Wettbewerbs 2012, die diesen Dachumbau mit dem 2. Preis auszeichnete. Die Jury begeistert dabei der bewusste und gut detaillierte Umgang mit den engsten räumlichen Vorgaben unter Ausnutzung sämtlicher Möglichkeiten bis hin zum gestalterischen Detail: „Einbauten und Anschlüsse sind gut durchdacht und präzise gestaltet. Die Velux-Dachfenster sind ein enormer Gewinn für das minimale Volumen des Spitzbodens und werten diesen zu einem vollständigen Raum auf. Um diese Wirkung von Leichtigkeit und Helligkeit zusätzlich zu steigern, wurden trotz beengter Fläche nicht alle Raumreserven genutzt, sondern bewusst als Luftraum verschenkt“.

www.dodk.net
Architekten DODK www.dodk.net Fotografie Velux Deutschland GmbH www.velux.de mehr

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DODK
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Fotografie

Velux Deutschland GmbH
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