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Ein Gebäude von großer Kraft

Meisterhafter Umgang mit Fläche und Material

Das Hauptzollamt Hamburg-Stadt war mit seinen einzelnen Dienststellen in verschiedenen Gebäuden... mehr
Das Hauptzollamt Hamburg-Stadt war mit seinen einzelnen Dienststellen in verschiedenen Gebäuden an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet untergebracht. Das Büro Winking Froh Architekten BDA gewann den Wettbewerb für den Neubau eines Dienstgebäudes, an dem alle Dienststellen mit insgesamt 550 Mitarbeitern in einem Haus zusammen gefasst werden sollten. Die Architekten Professor Bernhard Winking und Martin Froh schufen in der vielgestaltigen Nachbarschaft am Magdeburger Hafen einen plastischen 7-geschossigen Baukörper. Entwickelt aus der Trapezform des Grundstücks und dem Orthogonalen des Grundrisses erhielten die Fassaden vier unterschiedliche Fensterbänder in Form von Kastenfenstern: parallel und bündig im Hofbereich, parallel und plastisch an den Giebelseiten der Shanghaiallee und Hongkongstraße, keilförmig und skulptural entlang der Koreastraße.

Die Plastizität des Baukörpers wird durch geschlossene Giebelflächen im Bereich der Eckräume gestärkt. Durch das Alternieren der Giebelflächen und Fensterbänder zwischen dem 4. und 5. OG entstand ein kraftvolles Gebäude, das auf die Proportionen der Speicherzeile an der Hongkongstraße ebenso wie auf die neue Gestalt des historischen Hildebrandt-Blocks an der Shanghaiallee und die Dominanz von Heinemannspeicher und historischem Kaispeicher B mit eigener Sprache reagiert.
Der Haupteingang liegt an der Koreastraße. Über einen Windfang erreichen Besucher und Mitarbeiter eine Vorhalle mit Pförtner. Das getrennt betriebene Zollamt Post verfügt von hier über einen separaten Zugang. Besucher gelangen auf kurzem Weg über eine offene Treppe in die Kassenhalle im 1. OG. Die Halle erstreckt sich über alle darüber liegenden Geschosse. Eine natürliche Belichtung durch ein Oberlicht schafft einen dimensionalen Raum, der den öffentlichen Charakter und die Kommunikation im Gebäude stärkt. Auf Grund der Sicherheitsanforderungen ist die Halle, durch eine raumhohe Wand abgegrenzt. Hier, wie auch im Foyer, befindet sich eine Fotokunst des Fotografen Jochen Lempert (Elfenbein 1 / Elfenbein 2). Die Büroflächen der verschiedenen Sachgebiete sind um die Kassenhalle und im Bereich der langen Gebäudeflanke angeordnet. Nahezu jedes Geschoss verfügt über einen zum Atrium orientierten Besprechungsraum. Der große Sitzungsraum im 6. Obergeschoss wurde besonders inszeniert, indem sich das Dach des Saales Richtung Wasser hebt und den Blick über den Platz am Museum auf den Magdeburger Hafen auf das Elbpanorama lenkt. Dieses Auf- und Einklappen wird zum Thema der äußeren Erscheinung.

Für die Fassade wurde ein hart gebrannter dunkelroter Ziegel gewählt. Grün glasierte, irisierende Läuferbänder greifen die Farbe des Zolls auf und interpretieren die historischen Ziegeldekore der Speicherstadt in Form einer modernen, zeitgemäßen Textur.

www.winking-froh.de
Architektur: Wiking • Froh Architekten BDA www.winking-froh.de Fotos: Christoph... mehr

Architektur:

Wiking • Froh Architekten BDA
www.winking-froh.de

Fotos:

Christoph Gebler
www.fotodesign-gebler.de