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DIE WIRKUNG STEIGERN

Erneuerungen im historischen Kontext der Laeiszhalle

Der Bau der Musikhalle wurde – in bester hanseatischer Tradition - ermöglicht durch großzügige... mehr
Der Bau der Musikhalle wurde – in bester hanseatischer Tradition - ermöglicht durch großzügige Mittel des Reeders Carl Heinrich Laeisz und seiner Frau Sophie Laeisz, deren Namen die Musikhalle heute trägt. 1908 eröffnet, war sie damals das größte und modernste Konzerthaus Deutschlands mit einmaliger Akustik. Die Rathausarchitekten Martin Haller und Erwin Meerwein errichteten das neobarocke Konzerthaus, das bis heute zu den schönsten Europas zählt.

Um den Service rund um das Konzerterlebnis noch einmal zu verbessern, wurden zahlreiche aufwändige Umbauarbeiten durchgeführt. Für die konzeptionelle Umsetzung gemäß den Auflagen des Denkmalschutzes ist Daniel Schöning, vom Hamburger Büro WRS Architekten & Stadtplaner, welches nach einem Wettbewerbsverfahren ausgewählt wurde, verantwortlich gewesen.

Im Brahms-Foyer nehmen die Besucher während der Pausen und nach den Vorstellungen Getränke, Snacks und feine Speisen zu sich. Das historische Ambiente wurde vollständig unangetastet gelassen, um die Wirkung der üppigen Pracht des Saals zu erhalten. Der neue, helle Eichentresen mit allen technischen Finessen einer modernen Gastronomie wurde frei in den Raum gerückt und gibt nun die Fenster mit Blick auf den prächtigen Treppenaufgang im Parkettfoyer frei. Durch die Glasvitrinen wird das Speisen- und Getränkeangebot des neuen Betreibers in ansprechendem Licht und Ambiente präsentiert. Der frisch geölte Eichenparkettboden korrespondiert optisch mit dem Holz des Tresens.
Noch auffälliger ist die Veränderung des Erfrischungsraumes. Der zuletzt in den 1980er-Jahren umgebaute Raum wurde komplett entkernt. Die historische Raumstruktur mit hohen Decken und zwei Säulen ist wieder sichtbar, dazu kommen moderne Möbel und helle Beleuchtung, ein dunkelroter Teppich und energiesparende Geräte in der Küche. Gleichzeitig wurde auch hier das Gastronomieangebot erweitert. Das Bistro dient als Café und Aufenthaltsraum, in den Vorstellungspausen dem Publikum und tagsüber den probenden Künstlern und den Beschäftigten, die seine neue Aufenthaltsqualität zu schätzen wissen.

In den historischen, ovalen Raum im Eingangsbereich wurde eine neue Ticketkasse inklusive moderner Medientechnik integriert. Auch hier wurden die neuen Einbauten mit möglichst wenig „Kontakt“ frei als moderne Insel in die historisch wertvolle Bausubstanz des bestehenden Raumes gestellt, um seine Wahrnehmbarkeit zu steigern.

Im Rahmen der Grundsanierung des „Kleinen Saals“, einem der Konzertsäle, waren die Architekten für die Böden zuständig. Das alte Parkett wurde aufgearbeitet, die Treppen und der Balkon erhielten neue Bodenbeläge aus Linoleum.

Die gesamte Möblierung und Beleuchtung wurde neu entworfen und individuell für die Laeiszhalle gefertigt. Alle Maßnahmen wurden in sehr begrenzter Zeit während einer Spielpause realisiert. Gemeinsam mit der Elbphilharmonie wird die Laeiszhalle auch in Zukunft im Zentrum des Musiklebens von Hamburg stehen.

www.wirsind.net
www.laeiszhalle.de
Fotos Jürgen Schmidt Thies Rätzke  www.raetzke.com mehr

Fotos

Jürgen Schmidt
Thies Rätzke 
www.raetzke.com