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DER PHOENIXHOF: TRADITION UND MODERNE

Neue Nutzungen auf historischem Fabrikgelände in Ottensen

Als Phoenixhof wird heute ein historisches Fabrikgelände in Ottensen bezeichnet. Früher stand... mehr
Als Phoenixhof wird heute ein historisches Fabrikgelände in Ottensen bezeichnet. Früher stand hier das „Ottenser Eisenwerk“, ein Zentrum der norddeutschen Metall- und Maschinenbauindustrie. Das zentrale Gebäude des Areals, die heutige Phoenixhalle, wurde 1902 als Produktionsstätte für Schiffsmaschinen errichtet. Neben der Produktion von Maschinen und Schiffsteilen war die Fischverarbeitung ein wichtiger Wirtschaftszweig. Das Gebäude der Fischräucherei belegt dies. 1993 begannen Umbauten und Sanierungen, 1997 wurde die Phoenixhalle eröffnet, die vorhandenen Strukturen werden weiter ergänzt und erneuert. Ein Ensemble von Solitären gruppiert sich um den zentralen Platz und gibt einer Vielzahl von Büros, Läden, Ausstellungsflächen, gastronomischen und künstlerischen Betrieben ein Zuhause.

Die Architekten Christina Heeckt und Thomas Maurer vom Büro Heeckt + Maurer Architekten BDA schufen mit der komplexen Erweiterung des „Magazingebäudes“ und dem Neubau des „Kontors PH15“ eine markante Torsituation für das Phoenixhof-Areal. Die Erweiterung des ’’Magazingebäudes’’ greift das architektonische Thema auf - mit massivem Sockel und abgesetztem, weitgehend verglastem Dachgeschoss. Die goldene Box schiebt sich zeichenhaft über die Gebäudegrenzen hinaus. Dagegen weicht im EG die Kubatur des Gebäudes zurück, um einladende Einblicke in die Hofsituation zu gestatten.

Der Neubau des Kontors PH15 grenzt an die gründerzeitliche Bebauung und interpretiert Proportionen einer Lochfassade zeitgemäß neu. Das Treppenhaus schafft eine Zäsur, zu der sich anschließenden gläsernen Architektursprache. Die oberen Geschosse kragen ebenfalls aus und verdichten sich im Dialog mit der goldenen Box zum Tor mit Blick auf die historischen Gebäude. Eine Industriehalle aus den 1970er Jahren erwies sich ideal für eine neue Nutzung als Fernsehstudio. Die Bereiche der VIP-Räume, des Zuschauerfoyers und der Technik wurden wie eine kleine „Stadt in der Stadt“ gestaltet: Treppen, eine Brücke und Fassaden bilden szenisch eine städtische Situation nach.

www.heeckt-maurer.de
Architekten Heeckt + Maurer www.heeckt-maurer.de Fotos Jan Häselich www.jhp-media.de... mehr

Architekten

Heeckt + Maurer
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Fotos

Jan Häselich
www.jhp-media.de
Kim Schönert