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Dänemark-Spezial: Made in Denmark

Zeitloses, dänisches Design als Exportschlager aus dem Norden

Schöne und funktionale Objekte für den täglichen Gebrauch - auf diese Formel lässt sich... mehr

Schöne und funktionale Objekte für den täglichen Gebrauch - auf diese Formel lässt sich dänisches Möbel- und Industriedesign seit Mitte des letzten Jahrhunderts bringen. Leichte, funktionale Möbel, oft aus Holz, modern und bequem. Auch die jungen Designer konzentrieren sich auf das Wesentliche: Auf Funktion und Form ihrer Objekte, immer mit Blick auf die handwerkliche Tradition des Landes. Dänisches Design hat den Nutzer im Fokus, die Möbel sind funktionell und bequem. „Hyggelig“, wie es im Dänischen heißt. Gemütlich.

Möbel sind einer der Hauptexportartikel Dänemarks. Den Durchbruch erlebte die Möbelindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg. In Europa setzte sich verstärkt der Wunsch nach Neuem durch – da erfüllten die leichten Möbel aus Skandinavien mit ihrem Bezug zur nordischen Natur, ohne bekannte Stilelemente früherer Epochen, den Bedarf nahezu perfekt. Weltweit bekannt wurde dänisches Möbeldesign durch Børge Morgensen. Der gelernte Tischler schuf mit seinem „Spanischen Stuhl“ einen Klassiker, der noch heute zu den beliebtesten Möbelstücken Dänemarks zählt. Morgensen arbeitete mit vielen Designikonen seiner Zeit zusammen und zeigte seine Werke im Rahmen von Ausstellungen auf der ganzen Welt. Ein weiteres Beispiel für die immer noch anhaltende Popularität dänischer Klassiker ist der berühmte „Ameisen Stuhl“ des Architekten und Designers Arne Jacobsen. Der Stuhl begeisterte Millionen Menschen und ist nicht mehr aus den Wohnwelten wegzudenken. Ebenso präsent sind die funktionalen Stühle Hans J. Wegners, darunter unter anderem der Y-Stuhl, der aktuell in Möbelhäusern auf der ganzen Welt zu finden ist.

Die Designer des neuen Jahrtausends orientieren sich wieder vermehrt an den Werten dänischer Möbeltradition. Der Nutzen steht im Vordergrund, Respekt vor den Materialien und Liebe zum Detail prägen auch heute noch Möbel „Made in Denmark“. Die natürliche Verbindung zwischen Funktion, Form und Material hat immer einen großen Einfluss auf die Produkte. Dänisches Möbeldesign ist keine bestimmte Stilart, die unterschiedliche Richtungen eint, jedoch die richtig gute Formgebung, die allem zugrunde liegt. Es entstehen funktionelle Möbel in erstklassiger Qualität, geschaffen für den täglichen Gebrauch. Die Möbel wirken leicht, sind oftmals aus Holz, modern und bequem, dem Körper angepasst - geprägt von der handwerklichen Tradition Dänemarks, zurückhaltend und schlicht. Dabei steht das Thema Nachhaltigkeit immer mehr im Vordergrund, wichtig ist die Nutzung natürlicher Ressourcen.

Beispielhaft für diese Entwicklung ist das 2002 gegründete Möbellabel HAY: Ein Team aus bereits etablierten und aus jungen Designern sorgt dafür, dänisches Möbelretrodesign der 50er und 60er Jahre in einen modernen, zeitgenössischen Kontext zu übertragen. Orientiert an fortschrittlichen Technologien entstehen Produkte, die funktional und unkompliziert in der Anwendung sind. So zum Beispiel der Stapelstuhl „Nobody“, der aus alten PET-Flaschen hergestellt wird. Ein innovatives Beispiel für die Nutzung vorhandener Ressourcen. Das junge Label bietet nicht nur Möbel, sondern alles, was das eigene Zuhause schöner macht: Kissen, Decken, Tisch- und Bettwäsche in zeitlosem, klarem Design.

Junge Designer arbeiten ebenfalls für die Marke Normann Copenhagen. Gegründet 1999 bietet das Label inzwischen weltweit farbenfrohes Möbeldesign, orientiert an den Modetrends auf den Laufstegen. In den Produkten findet sich immer die Forderung nach funktionellem Design in höchster Qualität. Zum Beispiel die „Washing-up bowl“ des Designers Ole Jensen. Beim Geschirrspülen in der eigenen Küche kam ihm die Idee, dass sich leicht zerbrechliches Porzellan viel gefahrloser in einem flexiblen Spülbehältnis reinigen lässt, als in den herkömmlichen harten, stählernen Becken. 2002 wurde die „Washing-up Bowl“ mit dem international renommierten Preis „Design Plus“ ausgezeichnet. Die Beschränkung auf das Wesentliche zeichnet auch Erik Magnussen aus. Seine Entwürfe haben immer ästhetische und ökonomische Aspekte im Blick, wie die Stelton Thermoskanne oder der für die Engelbrechts A/S gestaltete Stapelstuhl Charik zeigen.

Fotos Hay / Rasmus Norlander www.hay.dk /  www.engelbrechts.com uno form... mehr

Fotos

Hay / Rasmus Norlander
www.hay.dkwww.engelbrechts.com
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www.unoform.de