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Besondere Lichtwelten

Die Gastronomiebereiche des Tortue Hamburg sind von atmosphärischer Beleuchtung geprägt

Die Restaurants und Bars des Hotels Tortue Hamburg an der Stadthausbrücke zeichnen sich durch... mehr

Die Restaurants und Bars des Hotels Tortue Hamburg an der Stadthausbrücke zeichnen sich durch unterschiedliche „Welten“ aus, für die jeweils spezielle Interieurs und Lichtkonzepte entwickelt wurden. In enger Abstimmung mit Interior Designern und Bauherren kreierten die Lichtplaner von Notholt Lighting Design eine nachhaltige und überaus atmosphärische Beleuchtung, die allen Anforderungen gerecht wird. Eine Herausforderung war die Vorgabe bestimmter Designleuchten, deren Technik für die jeweilige Beleuchtungssituation mit den Herstellern abgestimmt wurde. Um die gewünschten Lichtstimmungen mit LED-Technik umzusetzen, wurde die Lichtqualität der Leuchten wie Farbtemperatur, Farbwiedergabe und das Verhalten beim Dimmen genau untersucht. Auf Wunsch der Bauherren sollte kein Unterschied zur Qualität von Halogenleuchten und Glühlampen erkennbar sein.

Das Lichtspiel der stoffbespannten Lichtdecke in der Bar Noir (Interior Design Stephen Williams Associates) ist mit dem Musikrhythmus verknüpft. Die Tresenfläche erhellen fest montierte Tischleuchten. Der tief liegende Lichtpunkt erzeugt eine gemütliche, einladende Atmosphäre. Die Bar Noir kann durch eine Tanzfläche erweitert werden. In die abgestufte Spiegelfläche sind lineare LED-Röhren mit LED-Pixel integriert, die einzeln adressiert werden können. Unterschiedlichste Muster erzeugen durch die Reflektion in der goldenen Spiegeldecke ein interessantes Farbspiel. In der Bar Privé (Interior Design Stephen Williams Associates) wird die auffällig strukturierte Tapete bewusst nicht vollflächig ausgeleuchtet. Das Zusammenspiel von akzentuierter Wandbeleuchtung und dezenter Ausleuchtung der Sitzgruppen bewirkt eine sehr private, atmosphärische Beleuchtung. Die Bar Blue (Interior Design Kate Hume) ist eine Raucherbar und ausschließlich mit indirekt strahlenden Leuchten ausgestattet, die eine intime Atmosphäre schaffen und die wertvollen Materialien betonen. Durch Verzicht auf Downlights wird der beim Rauchen erzeugte Qualm nicht direkt angestrahlt. Das asiatische Restaurant Jin Gui (Interior Design Joyce Wang) ist von sehr gedämpftem Licht mit zahlreichen Lichtakzenten auf Tischen, Wänden und Regalflächen geprägt. Die Punktlichtquellen der Glasleuchten spiegeln sich in den umliegenden Materialien und sorgen für Brillanzeffekte. Durch die Grundhelligkeit der kaum sichtbaren Downlights mit gerichtetem Licht können die Glaslampen ohne Blendeffekte leuchten. Für die Ausleuchtung der Tische sorgen zusätzlich akkubetriebene Tischleuchten, um ungünstige Verschattungen durch die Kronleuchter zu vermeiden. In der französischen Brasserie (Interior Design: Kate Hume und Stephen Williams Associates) passen sich in die Deckenkassetten integrierte Einbauleuchten mit goldenen Reflektoren perfekt dem Deckenbild an. Die gute Farbwiedergabe der LEDs sorgt dafür, dass die Speisen appetitlich aussehen. In allen Gastronomiebereichen kamen LED Downlights mit der „warm-dim“ Technologie des Herstellers Modular zum Einsatz: Beim Herunterdimmen wird die Lichtfarbe wärmer. So wird der Effekt einer klassischen Glühlampe oder eines Halogenleuchtmittels simuliert. Die Leuchten wurden speziell für dieses Projekt mit einem System des Herstellers Signify für eine DMX-Steuerung modifiziert, bei der alle Leuchten ausschließlich über ein Netzwerkkabel versorgt werden. Diese sehr schnelle Dimmtechnologie kommt aus der Veranstaltungstechnik und lässt sich durch das genormte DMX-Steuersignal mit der Beleuchtungsanlage koppeln und jede einzelne Leuchte separat ansteuern.

www.notholt.de
www.tortue.de


Fotos:

Tortue Hamburg

(Erschienen in CUBE Hamburg 04|19)

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