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Aus zwei mach eins

Gelungene Symbiose aus Licht und Architektur

Die vorhandenen Räumlichkeiten der bestehenden Hautarztpraxis Dr. Kuwert und Dr. Wendt im... mehr
Die vorhandenen Räumlichkeiten der bestehenden Hautarztpraxis Dr. Kuwert und Dr. Wendt im Stadtteil Schnelsen wurden den wachsenden Ansprüchen und Patientenzahlen nicht mehr gerecht. Mit der geplanten Vergrößerung auf mehr als die doppelte Fläche sollte eine neue Praxis entstehen, für die das Hamburger Büro SKA Sibylle Kramer Architekten ein funktionales und gestalterisches Gesamtkonzept entwickelte.

Die Bestandsräume der Praxis liegen im ersten Obergeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses, im angrenzenden Nachbargebäude waren auf der gleichen Etage Räume frei, die als Erweiterungsfläche für die neue Praxis hinzugenommen werden konnten.

Dazu musste allerdings erst die Gebäudetrennwand mittels eines statisch aufwendigen Stahlfachwerkes aufgebrochen werden. Dann wurden alle vorhandenen Räume komplett entkernt, nichttragende Wände, Bodenbeläge sowie Einbauten entfernt. Alle Arbeiten wurden bei laufendem Betrieb der Praxis in nur drei Monaten durchgeführt.

Die so entstandene Gesamtfläche umfasst jetzt gut 500 m², über das neue Haupttreppenhaus lassen sich die Praxis und das angegliederte Kosmetikinstitut nun auch barrierefrei durch einen Aufzug erreichen. Modernste Technik und Geräte stehen in den neu geordneten Räumlichkeiten bereit, die Arbeitsabläufe der Ärzte und die Wegeführung für die Patienten wurden optimiert. Der Entwurf der Architektin und das gemeinsam mit den Ärzten entwickelte Praxiskonzept gliedern die große Fläche in logische Bereiche und schaffen klare Raumstrukturen, damit die Patienten sich in der neuen Praxis durch viel Raum, differenzierte Wartebereiche und Orientierungshilfen gut und leicht zurecht finden können. Durch warme und helle Materialien und Farben entsteht eine moderne und einladende Praxis, die trotz ihrer Größe Behaglichkeit ausstrahlt und individuelle Betreuung bietet.

Das dezente, aber eigenständige Farbkonzept ergänzt weiße Wandflächen mit hellblauen Sitzmuscheln und warmem Eichenparkett. Patienten und Besucher werden in einem hellen und großzügigen Anmeldebereich mit einem langgestreckten Tresen aus beschichtetem Holz und Möbellinoleum empfangen. Von hier aus gelangt man in das lichtdurchflutete Wartezimmer sowie zum Hauptflur, der das Rückgrat der Praxis bildet. Dieser verbindet die neuen und alten Flächen und führt zu den Behandlungs- und OP-Räumen. Wiederkehrendes Motiv entlang des Flures sind die individuell geplanten und angefertigten Sitznischen. Sie schaffen für den Patienten einen geschützten Raum, der das Warten bis zur Behandlung angenehmer gestaltet.

Das Lichtband an der Decke dient der Orientierung und leitet durch die Praxis. Das zeitgemäße und nachhaltige Beleuchtungskonzept mit direktem und indirektem Licht wurde in Zusammenarbeit mit den Lichtplanern von Licht01 - Lighting Design entwickelt. Ausgehend vom Empfangsbereich, der durch ein abgehängtes Deckenfeld mit integrierter, indirekter Beleuchtung betont wird, führt eine Lichtlinie an der Decke in die Praxisbereiche hinein und verbindet optisch die beiden ehemals unabhängigen Bereiche. Downlights betonen den Empfangstresen und sorgen für ein gerichtetes Licht. Zusätzliches Licht in den Sitznischen betont die architektonische Struktur im Flurbereich. In den Behandlungsräumen sorgen Pendelleuchten sowohl mit direktem als auch mit indirektem Licht für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Die gesamte Beleuchtung der Praxis wurde in energieeffizienter, langlebiger LED Technik ausgeführt. Das Licht betont die Architektur, eine gelungene Symbiose für Ärzte und Patienten.

www.kramer-architekten.de
www.licht01.de
Architekten SKA Sibylle Kramer Architekten www.kramer-architekten.de Abbildungen Klaus... mehr

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SKA Sibylle Kramer Architekten
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Abbildungen

Klaus Frahm
www.klaus-frahm.de
SKA Sibylle Kramer Architekten