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Wohnen für Alle

Neubau auf dem ehemaligen Gelände eines Autohauses schafft neue Wohnungen

Der Frankfurter Stadtteil „Gallus“ wandelt sich erheblich. Noch vor wenigen Jahren galt er als... mehr

Der Frankfurter Stadtteil „Gallus“ wandelt sich erheblich. Noch vor wenigen Jahren galt er als Stadtteil mit „Entwicklungsbedarf“ (Programm „Soziale Stadt“). Doch begünstigt durch die rasante Entwicklung des benachbarten Europaviertels und durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum hat sich das Gallus inzwischen zu einem attraktiven Stadtteil gewandelt. Ehemals gewerblich und industriell genutzte Flächen wurden in Flächen für Wohnen umgewandelt. So auch im Falle des Alea-Wohnprojektes, das entlang der Mainzer Landstraße entstand und auch zum Wandel im Gallus beiträgt.

Mit 301 Wohnungen, davon 215 Mietwohnungen, ist Alea eines der größten Wohnungsbauprojekte in Frankfurt am Main und 2017 fertiggestellt worden. Im Auftrag der GWH Bauprojekte und der GWH Wohnungsgesellschaft wurde der Neubau auf dem ehemaligen Gelände des Autohauses Georg von Opel nach Plänen von KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt, errichtet. Gegliedert ist das Quartier in einzelne 5- bis 8-geschossige Häuser. Sie orientieren sich zum begrünten und rund 40 mal 175 m großen Innenhof, der das Herzstück der neuen Wohnbebauung ist. Der Innenhof wurde begrünt und mit einem Spielplatz und kleinen Gartenbereichen als Treffpunkt konzipiert. Er befindet sich oberhalb des vollflächig überbauten Erdgeschosses, das für großflächigen Einzelhandel vorgesehen ist. In Ergänzung zur Wohnnutzung befinden sich im Erdgeschoss (Sockel) neben einer Apotheke und weiteren kleineren Ladengeschäften auch ein Discounter und ein großer Supermarkt. Sie stellen die Nahversorgung für das umliegende Quartier sicher.

„Bei der architektonischen Gestaltung war es ein Ziel, den großen städtebaulichen Block in einzelne Häuser zu gliedern und somit für jeden Bewohner eine individuelle Adresse zu schaffen. Diese Gliederung trägt zu einer ‚Kleinteiligkeit‘ und angemessenen Maßstäblichkeit bei“, so das Architekturbüro. Die Gebäudezeile an der Mainzer Landstraße wird durch einen Wechsel von markanten Putz- und Klinkerfassaden optisch unterteilt und das Fassadenbild durch die unterschiedliche Setzung von Balkonen und Ausbildung von vertikalen Fugen gegliedert. Korrespondierend mit den Gebäudehöhen der Bestandsarchitektur der Umgebung stuft sich die Blockrandbebauung von einer 8-geschossigen Bebauung entlang der Mainzer Landstraße bis hin zu einer 5-geschossigen Häuserreihe an der Ost- und Westseite des Grundstücks ab. Der Wohnungsmix umfasst 1,5- bis 5-Zimmer-Wohnungen sowie Penthouse-Wohnungen mit Dachterrassen im Staffelgeschoss. Das Gesamtprojekt wurde als KfW-Energieeffizienzhaus 70 errichtet.

www.ksp-architekten.de


Fotos:

Oliver Jaist
www.oliverjaist.com

(Erschienen in CUBE Frankfurt 03|19)