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Vorgeschmack auf die Zukunft

Neue Haltestelle mutet wie ein futuristisches Flugobjekt an

Modern und fast schon ein wenig futuristisch mutet die im Jahr 2012 fertig gestellte Haltestelle... mehr
Modern und fast schon ein wenig futuristisch mutet die im Jahr 2012 fertig gestellte Haltestelle im neuen Frankfurter Stadtteil am Gravensteiner Platz an. Vom Mainzer Architektenbüro Schoyerer Architekten entworfen, geplant und realisiert, hat die Linie 18, die das neue Viertel an das Frankfurter Schienennetz des öffentlichen Nahverkehrs des RMV Rhein-Main-Verkehrsverbund anbindet, hier ihre Endstation.

Dem entsprechend wurde die Station als Kopfbahnhof mit einem Mittelbahnsteig konzipiert, welcher sich zur Platzfläche des Gravensteiner Platzes hin öffnet. Um allen Wartenden genügend Schutz vor Regen oder zu starker Sonneneinstrahlung zu bieten, folgt das Edelstahldach des Mittelbahnsteiges der Form des Platzes und weitet sich über dem Wartebereich am Gravensteiner Platz T-förmig deutlich auf.

Bei dem Dachtragwerk der Bahnsteigüberdachung handelt es sich um eine sogenannte Kragkonstruktion. Das Gesamttragwerk setzt sich aus zwölf pyramidenförmig gefalteten Einzelsegmenten zusammen, die statisch voneinander unabhängig sind. Jedes Segment ist über eine eingespannte Edelstahl-Rundstütze und die auskragende Dachfläche selbsttragend ausgebildet, wodurch eine einfache und wirtschaftliche Montage sichergestellt werden konnte. Die auskragende Dachfläche besteht aus einem vier Millimeter starken Edelstahlblech mit einer aussteifenden Unterkonstruktion aus stehenden Flachblechen. Durch die bündig in die mattglänzende Dachfläche integrierten Strahler und Lautsprecher und durch die T-Form entsteht unterseitig die Anmutung eines Flugobjektes, während die gitterrostabgedeckte T-förmige Dachfläche oberseitig eher an einen Flugzeugträger erinnert.

Unter der Dachaufweitung, die auch als Schnittstelle von Gravensteiner Platz und Bahnsteig fungiert, finden die Fahrgäste versetzt angeordnete Wartebereiche mit zahlreichen Sitzbänken. Windschutzelemente aus Verbundsicherheitsglas bieten hier ebenso wie das Dach Witterungsschutz und sorgen zugleich für größtmögliche Transparenz.

Da eine Montage nur nachts zwischen 01.00 und 05.00 Uhr möglich war, wurden die Dachelemente in der Werkstatt vorgefertigt. Auf diese Weise war es möglich, die Montagezeit von nur einer Woche einzuhalten.

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