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Und jedem Anfang ...

Umgestaltung einer loftartigen Büroetage zum Kinderklub

Einrichtungen für Kinder sind mehr denn je gefragt. Vor allem in Großstädten wie Frankfurt, wo... mehr
Einrichtungen für Kinder sind mehr denn je gefragt. Vor allem in Großstädten wie Frankfurt, wo Bürogebäude leerstehen, können Flächen umgenutzt werden. Wie hier im Frankfurter Westend, wo eine rund 200 m2 große Büroetage zur Akademie für 1,5- bis 3-Jährige umgestaltet wurde. Die 2015 gegründete, private Bildungseinrichtung bietet sowohl pädagogische Curricula als auch außergewöhnliche Kultur-Events für Kinder und Eltern. Aufgabe ist die besondere Förderung der individuellen Potenziale und Bedürfnisse der Kleinkinder.

Ordnung, Übersichtlichkeit, Vertrautheit und Schutz – allesamt wesentliche Bedürfnisse von Kindern und wichtig für ihre Entwicklung – sollten sich in der Raumgestaltung spiegeln. Der loftartige und helle Raum bot vielfältige Möglichkeiten, um das Bildungsangebot von Musik über Naturkunde bis hin zum Gestaltungsspiel (Kunst) und zum Bewegungsspiel (Sport und Tanz) räumlich umzusetzen. Das Architektur- und Innenarchitekturbüro schuf klare, strukturierte Flächen sowohl fürs ruhige Arbeiten an Tischen als auch für freies und bewegtes Programm. Hellblauer und beigefarbener Naturkautschuk-Boden definiert die Spiel- und Allgemeinflächen. Auch das Beleuchtungskonzept ist auf die unterschiedlichen Aktivitäten abgestimmt – ablesbar an der Form und Anordnung der Leuchtkörper. Über den Arbeitstischen beispielsweise „verdichten“ sich amorphe, weiße Deckenleuchten scheinbar ungeordnet auf einem Holzpaneel zu einer großen Lichtquelle. Die sanfte Farbgebung in Pastelltönen vermittelt Geborgenheit und lässt Raum für die Fantasie der Kinder. In die Wandflächen integriert sorgen gepolsterte und mit Wollstoff überzogene Elemente in Rosa und Hellblau für eine angenehme Akustik trotz großer Räume. Auch die mit mausgrauem Wollfilz bezogenen bzw. mit Almheu beschichteten Deckenelemente tragen dazu bei. Natürliche Materialien wie Holz, Kautschuk und Wollstoff spielten eine wichtige Rolle bei der Gestaltung. Und schließlich kommt die Philosophie ins Gestaltungsspiel: Ein Teil des Gedichtes „Stufen“ des Schriftstellers, Dichters und Malers Hermann Hesse ist in Form von Morsezeichen im Lochmuster der Heizkörper-Verkleidungen lesbar. Das Zitat „... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...“ erinnert uns an das Leben als fortwährenden Prozess, bei dem jeder neue Lebensabschnitt einen besonderen Zauber für uns bereit hält.

www.kandorameyer.de
Architekten: Kandora + Meyer www.kandorameyer.de Fotos: Jan Lauer mehr

Architekten:

Kandora + Meyer
www.kandorameyer.de

Fotos:

Jan Lauer
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