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Tropisch selbstbewusst

Die Ausstellung „Nove Novos – Neun Neue“ im DAM zeigt junge Architekten aus Brasilien

Kein anderes Land in Südamerika steht derzeit mehr im Bühnenlicht der Öffentlichkeit als... mehr
Kein anderes Land in Südamerika steht derzeit mehr im Bühnenlicht der Öffentlichkeit als Brasilien. Im nächsten Jahr wird das Land Austragungsort der Fußball-WM sein, zwei Jahre darauf sollen die Olympischen Spiele dort stattfinden. Dass diess nicht nur in einem globalen Bedeutungsgewinn resultiert, sondern auch Anlass zu gesellschaftlichen Umbrüchen und politischen Reformen gibt, ließ sich in den letzten Monaten erleben: Mit den massenhaften Sozialprotesten scheint Brasilien auch auf ein neues Kapitel seiner Demokratie zuzusteuern.

Die Ausstellung im DAM folgt dieser Linie. Den Fokus von „Nove Novos“ bilden neun brasilianische Architekturbüros der jüngsten Generation, die im Rahmen des Kulturprogramms zum Gastland der Frankfurter Buchmesse 2013 in Zusammenarbeit mit dem Instituto Tomie Ohtake präsentiert werden. Das größte und wirtschaftlich stärkste Land Südamerikas befindet sich in einem rasanten ökonomischen Aufschwung, der viele Bauaufträge mit sich bringt. Davon profitieren auch die ausgewählten Architekturbüros. Erstmalig nach Oscar Niemeyer und Paulo Mendes da Rocha, den beiden brasilianischen Pritzker-Preisträgern, haben junge Architekten die Chance, Brasilien entscheidend zu prägen. Die jüngsten Teilnehmer sind noch keine 30 Jahre, die meisten unter 40 und der der älteste 45 Jahre alt. Das gebaute Werk, das viele aufweisen, ist beachtlich und auch vom Maßstab her erstaunlich groß.

Das Portfolio der jungen Architekturbüros reicht von privaten Villen und Wohnungsbauten über Verwaltungsbauten, Sportstätten und Gewerbebauten bis hin zu Museen. Drei der ausgewählten Büros stammen aus der nördlichen Metropole Belo Horizonte: Arquitetos Associados, BCMF und Rizoma. Aus der Stadt am Zuckerhut, Rio de Janeiro, stammen Carla Juaçaba und Jacobsen. Aus Porto Alegre im Süden des Landes wurde das Studio Paralelo ausgewählt. Corsi Hirano, Metro und Nitsche kommen dagegen aus São Paulo, Wirtschafts-, Finanz- und Verkehrsknotenpunkt des Landes. Ein eigener Sonderbereich widmet sich dem weitläufigen, privaten Kunst- und Architekturgartenreich Inhotim nahe Belo Horizonte.

Deutsches Architekturmuseum
20. September 2013 – 12. Januar 2014

www.dam-online.de

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Deutsches Architekturmuseum
www.dam-online.de
Fotos
Leonardo Finotti
www.leonardofinotti.com