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Spannendes Ensemble aus Alt und Neu

Wohnen in den Walkmühltalanlagen in Wiesbaden

Das bisherige Ensemble aus Wohn- und Gewerbeeinheiten, das sich auf den Grundstücksflächen... mehr
Das bisherige Ensemble aus Wohn- und Gewerbeeinheiten, das sich auf den Grundstücksflächen Walkmühltalanlagen 22 bis 26 befand, sollte zum Teil umgenutzt und zum Teil ergänzt werden. Um dies zu erreichen, wurde zunächst das Wohnhaus 26, die rückwärtige Büroeinheit, eine Lagerhalle sowie drei Garageneinheiten am Anton-von-Werner-Weg abgerissen. Da Teile der ehemaligen Produktionshalle den an der Aarstraße liegenden Gebäuden 63 bzw. 65 als hangabstützende Wand dienen, blieben diese erhalten und fungieren heute als Tiefgarage für die Bewohner der neuen Gebäude.

Das Wohngebäude Walkmühltalanlagen 24 wurde kernsaniert, modern gestaltet und die Gebäudetechnik auf adäquaten Stand gebracht. Das Wohnhaus 26 wurde durch ein neues Mehrfamilienhaus ersetzt, der rückwärtige Grundstücksbereich des Hauses 24 um ein Mehrfamilienhaus gleichen Typus ergänzt. Entstanden sind unterschiedliche Wohnungsgrundrisse von ca. 70  bis ca. 150 m2 Nutzfläche, wobei alle Wohneinheiten als Niedrigenergiehäuser konzipiert sind, die mindestens den KfW-40 Standard erfüllen. Da die Dachflächen aufgrund der Hanganlage von den darüber liegenden Nachbargebäuden eingesehen werden können, sind sie exakt gegliedert und extensiv begrünt. Zudem dienen sie der Unterbringung von flach geneigten bzw. liegenden Kollektorfeldern. Das auf den Dachflächen anfallende Regenwasser wird in einer Zisterne zur Gartenbewässerung gesammelt. Alle Dachflächen sind als Duo-Dachkonstruktion ausgeführt, d.h. neben einer Foamglasdämmung von mindestens 240 mm Aufbaustärke werden über einer PYE-Folienabdichtung zusätzlich 120 mm starke Dämmpaneele aufgebaut, die gleichzeitig als Unterbau für die Dachbegrünung fungieren.
Die Neubauten wurden als Stahlbetonkonstruktion mit leichten Innenwänden errichtet, wobei alle Außenwände mit einem Wärmedämmverbundsystem und hellen Putzflächen verkleidet und die Sockelbereiche als dunkle Flächen abgesetzt sind. Das Wohnhaus 24 wird entsprechend seiner ursprünglichen Mischbauweise ergänzt und erhält ebenfalls ein Wärmedämmverbundsystem sowie neue Holz-Aluminium-Fensterelemente. Die Gründung der Neubauten erfolgt als Plattengründung/Weiße Wanne mit umlaufender Perimeterdämmung von 16 cm Stärke. Das Untergeschoss des Hauses 24 wurde freigelegt und ebenfalls mit einer Perimeterdämmung im Wandbereich wärmetechnisch saniert.
Alle Wohnungen sind großflächig verglast, wobei die Fensterkonstruktionen als Holz-Aluminium-Fenster ausgeführt sind. Als Holzart wurde heimische Lärche eingesetzt. Die Wohn- und Schlafräume können über Schiebetüren zu den großzügigen Loggien und Balkonen geöffnet werden. Alle Sonnenschutzbehänge sind in den Isolierglaseinheiten integriert, so dass es keine Einschränkungen im täglichen Gebrauch durch Witterungseinflüsse gibt. Zudem sind alle Wohnungen mit einer kontrollierten Lüftungsanlage ausgestattet, wobei die Zuluft über, in die Fensterkonstruktion integrierte, regelbare Schallschutzlüfter und die Ablüftung zentral über Lüftungsaggregate in den Untergeschossen erfolgt.

Die Gesamtanlage wird von Norden erschlossen. Dabei lässt sich die bereits am Haus 26 vorhandene Erschließungsstraße für die ehemalige Druckerei als Zufahrt für die Tiefgarage nutzen, wo insgesamt 12 Stellplätze sowie ein Stellplatz für Gäste vor der Garageneinfahrt zur Verfügung stehen. Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet entsprechende Abstellmöglichkeiten in den Untergeschossen der jeweiligen Wohngebäude.

www.mueller-muench.de
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Architekten

Müller & Münch
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Fotos

Jörg Hempel
www.joerg-hempel.com