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Kontrastreich

Gründerzeithaus erhält modernen Anbau und wird energetisch saniert

Ein ebenso gelungenes wie kontrastreiches Zusammenspiel aus Alt und Neu entstand bei der... mehr

Ein ebenso gelungenes wie kontrastreiches Zusammenspiel aus Alt und Neu entstand bei der Sanierung und Umplanung eines historischen Gründerzeithauses aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts im alten Ortskern von Mainz-Gonsenheim. Der den Abschluss einer Blockrandbebauung bildende Altbau wurde zum Garten hin um einen modernen und lichtdurchfluteten Anbau mit Küche, Wohn- und Esszimmer erweitert. Verantwortlich für die Sanierung und Erweiterung zeichnen Morber Jennerich Architekten aus Mainz.

Auf Wunsch der Bauherren wurden beim Altbau Dach, Fenster, Haustechnik und Elektrotechnik komplett erneuert und das Raumprogramm um zwei Bäder ergänzt, die bis dato nicht vorhanden waren. Außerdem wünschten sich die Bauherren, dass historische Details im Zuge der Sanierung erhalten und herausgearbeitet würden. Die Architekten haben daher unter Wahrung der originalen Bausubstanz die historischen Oberflächen bei Treppen, Gebälk, Zementfliesen, Dielenboden oder Stuck neu aufbereitet. Auch wurde die Fassade des Altbaus neu verfugt, ohne dabei die verwitterte Oberflächenstruktur zu zerstören.

„Der neue Anbau sollte allerdings durch seine moderne Architektursprache und die schwarze Fassade bewusst in Kontrast zur historischen Bausubstanz gestellt werden“, erklärt Daniel Morber. Daher wurden alle Teile des Stahlbetonbaus in Schwarz ausgeführt. Da es sich um eine Grenzbebauung zum Nachbargrundstück handelt, haben die Architekten einen dreiteiligen Baukörper entwickelt, der mit seinen unterschiedlichen Höhen einen maximalen Lichteinfall ermöglicht und gleichzeitig das Nachbarschaftsrecht berücksichtigt. Der in Teilen eingegrabene Neubau reagiert auf die gegebene Geländetypologie und öffnet sich mit großen, rahmenlosen Schiebeelementen und einem Sitzfenster zum Garten. Der Innenraum besticht durch seine großzügigen Raumhöhen, viel Licht und die klare Architektursprache.

Ursprünglich befanden sich in dem von einem Brand geschädigten Gebäudeteil Bad, Küche und Hauseingang. Im Zuge der Umplanung wurde im neuen Anbau stattdessen ein offener Wohn-, Koch- und Essbereich entwickelt. Der Hauseingang wurde wieder an seine ursprüngliche Stelle zum Hof hin gelegt, wodurch das Entree mit seiner historischen Holztreppe und den Zementfliesen wieder in den Mittelpunkt des Hauses rückt. Die neuen Sanitärräume finden sich nun im Erd- und ersten Obergeschoss des Altbaus, jeweils bei den Schlafräumen der Familie.

www.morber-jennerich.de

(Erschienen in CUBE Frankfurt 01|20)

Architekten: Morber Jennerich Architekten www.morber-jennerich.de Zimmerer-,... mehr

Architekten:

Morber Jennerich Architekten
www.morber-jennerich.de

Zimmerer-, Dachdeckerarbeiten (Altbau):

Holzbau Süssenberger
www.suessenberger.de

Dachdeckerarbeiten (Anbau):

Dachbau Reinartz
www.reinartz-dach.de

Innenputz, Maler, Trockenbau, WDVS:

Paul Barth
www.paul-barth-gmbh.de

Sichtestrich:

Betonboden-Design
www.betonboden-design.de

Elektro:

Elektro Wollstädter
www.elektro-wollstaedter.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Kühner
www.kuehner24.de

Haustür, Fenster:

Schreinerei Junglas
www.schreinerei-junglas.de

Schlosserarbeiten:

Schlosserei Helmut Reit
Telefon: 06752 86 37

Fotos:

Frank Schuppelius
www.schuppelius.de

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