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Platz für 96 Kinder trotz knapper Kassen
Überall wächst der Bedarf an Kitas. Doch die Kassen vieler Städte und Gemeinden sind leer. Nicht... mehr
Überall wächst der Bedarf an Kitas. Doch die Kassen vieler Städte und Gemeinden sind leer. Nicht selten muss eine verschuldete Stadt neue Schulden machen, um die Pflichtaufgaben erfüllen zu können, die Bund und Land den Kommunen auferlegt haben. Die Zuschüsse des Bundes reichen oft nicht aus, weil mehr Eltern ihre Kinder in Betreuung geben wollen als erwartet. Selbst dann, wenn sich wie bei der Mainzer Kita Heilig Geist die Kirche beim Ausbau der Kinderbetreuung engagiert, bleibt es für Architekten eine Herausforderung, die Kosten niedrig zu halten und dennoch Standards, Vorschriften und Qualität miteinander zu vereinbaren.
Platz für 96 Kinder haben Meurer Generalplaner mit ihrer in katholischer Trägerschaft stehenden Kita (Bauherr ist die Stadt Mainz) geschaffen. Und das, wie Thomas Meurer betont, sogar kostengünstig: „Unsere konventionell errichtete Kita kann mit den allerorten entstehenden Modulkitas preislich konkurrieren. Eine intelligente Planung, klare Grundrisskonfiguration und das Hinterfragen gängiger Standards vorausgesetzt, machen ein solches Ergebnis möglich.“ So sieht das Konzept von Meurer Generalplaner vor, dass die Kinder je nach Lust oder Notwendigkeit Räume, Flächen und Elemente des Gebäudes unterschiedlich nutzen können: Denn ein Flur ist nicht einfach Flur, sondern wird zum Teil des Spielbereichs. Eine großzügige Treppe dient nicht nur dazu, zwei Etagen zu verbinden, sondern kann auch für Theateraufführungen genutzt werden. Der holzverkleidete Fluchtbalkon ermöglicht den direkten Zugang zum Außengelände von den Gruppenräumen und dient gleichzeitig dem Spiel, indem eine integrierte Evakuierungsrutsche nicht nur für den Notfall, sondern für den täglichen Gebrauch als Spielrutsche genutzt werden kann. „Der Mehrzweckraum wurde mit weicheren Oberflächen ausgestattet, damit die Verletzungsgefahr geringer ist“, so Meurer. So können die Kinder hier nicht nur feiern oder musizieren, sondern auch turnen. Die großen Fenster lassen den Raum licht und großzügig erscheinen und schaffen eine „fließende“ Verbindung zum Vorplatz.
Zwei parallele Spangen bilden den Grundriss des Gebäudes, das durch die Holzverkleidung sehr naturnah erscheint. In der westlichen Spange liegen die Gruppenräume, in der östlichen die Serviceräume wie auch die Räume des Personals und der Verwaltung. Wegen der Steigung des Geländes wurde die Kita zweigeschossig in den Nordhang eingefügt. Man betritt das Gebäude im oberen Teil über einen schützenden Windfang mit Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen. Von dem dahinterliegenden kleinen Foyer erreicht man die Gruppenräume, Mehrzweckraum oder auch die Küche. Die Gruppen- und Nebenräume des unteren Geschosses erreicht man über die großzügige Treppe, oder über einen barrierefreien Aufzug.
www.meurer-architekten.com
Platz für 96 Kinder haben Meurer Generalplaner mit ihrer in katholischer Trägerschaft stehenden Kita (Bauherr ist die Stadt Mainz) geschaffen. Und das, wie Thomas Meurer betont, sogar kostengünstig: „Unsere konventionell errichtete Kita kann mit den allerorten entstehenden Modulkitas preislich konkurrieren. Eine intelligente Planung, klare Grundrisskonfiguration und das Hinterfragen gängiger Standards vorausgesetzt, machen ein solches Ergebnis möglich.“ So sieht das Konzept von Meurer Generalplaner vor, dass die Kinder je nach Lust oder Notwendigkeit Räume, Flächen und Elemente des Gebäudes unterschiedlich nutzen können: Denn ein Flur ist nicht einfach Flur, sondern wird zum Teil des Spielbereichs. Eine großzügige Treppe dient nicht nur dazu, zwei Etagen zu verbinden, sondern kann auch für Theateraufführungen genutzt werden. Der holzverkleidete Fluchtbalkon ermöglicht den direkten Zugang zum Außengelände von den Gruppenräumen und dient gleichzeitig dem Spiel, indem eine integrierte Evakuierungsrutsche nicht nur für den Notfall, sondern für den täglichen Gebrauch als Spielrutsche genutzt werden kann. „Der Mehrzweckraum wurde mit weicheren Oberflächen ausgestattet, damit die Verletzungsgefahr geringer ist“, so Meurer. So können die Kinder hier nicht nur feiern oder musizieren, sondern auch turnen. Die großen Fenster lassen den Raum licht und großzügig erscheinen und schaffen eine „fließende“ Verbindung zum Vorplatz.
Zwei parallele Spangen bilden den Grundriss des Gebäudes, das durch die Holzverkleidung sehr naturnah erscheint. In der westlichen Spange liegen die Gruppenräume, in der östlichen die Serviceräume wie auch die Räume des Personals und der Verwaltung. Wegen der Steigung des Geländes wurde die Kita zweigeschossig in den Nordhang eingefügt. Man betritt das Gebäude im oberen Teil über einen schützenden Windfang mit Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen. Von dem dahinterliegenden kleinen Foyer erreicht man die Gruppenräume, Mehrzweckraum oder auch die Küche. Die Gruppen- und Nebenräume des unteren Geschosses erreicht man über die großzügige Treppe, oder über einen barrierefreien Aufzug.
www.meurer-architekten.com
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Fotos
Jean-Luc Valentinwww.foto-valentin.de