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Feuer und Flamme

Feuerwehr-Neubau demonstriert Einsatzbereitschaft und fördert das Vereinsleben

Im Ernstfall muss bei der Feuerwehr alles blitzschnell gehen. Feuerwehrgebäude müssen daher auf... mehr
Im Ernstfall muss bei der Feuerwehr alles blitzschnell gehen. Feuerwehrgebäude müssen daher auf besondere Weise funktionalen Ansprüchen genügen. So auch das neue Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr in Frankfurt-Eschersheim. Doch nicht nur das. Da die Berufsfeuerwehr, die hier auch Bauherr war, ihre Feuerwehrleute vorwiegend aus der freiwilligen Feuerwehr rekrutiert, wünschte sie sich, dass der Neubau auch das Vereinsleben fördert. Neben der Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen und angegliederten Neben- und Lagerräumen für Einsatzmittel sollten also auch attraktive Sozialräume entstehen. Und natürlich sollte eine Lösung gefunden werden, die sich auch in die heterogene Umgebung einpasst: Die Freiwillige Feuerwehr ist dreiseitig von Garagen und zweigeschossigen Wohnhäusern umgeben. Die Vorderseite des Baus grenzt an den Freiraum der Nidda und damit an ein Landschaftsschutzgebiet.

So entstand ein skulpturaler Bau aus glattem warm-grauen Putz, in den die Schriftzüge der Freiwilligen Feuerwehr geprägt wurden. „Die spezielle Lage und Proportion der Fensteröffnungen werden zum maßgeblichen Gestaltungskriterium und Blickfang des einfachen Baukörpers“, erläutert Moritz Kölling die Arbeit seines Büros. Um das Vereinsleben zu fördern, setzten die Architekten Wünsche des Bauherren folgendermaßen um: Die Toiletten der Umkleiden sind auch von einem allgemeinen Flur aus zugänglich, damit sie bei Feuerwehrfesten genutzt werden können ohne dass alle Gäste durch die Umkleiden laufen müssen. Außerdem entstanden attraktive Schulungs- und Jugendräume, um Nachwuchs heran zu ziehen. Auffällig und schon durch die Fenster sichtbar sind die leuchtenden Farben in Rot- und Magentatönen im Innern, die Assoziationen an Glut und lodernde Flammen wecken. „Die Farbe in den Räumen gibt der Feuerwehr Identität und Individualität. Die Aufwertung, welche die Innenräume durch die Farbigkeit erhalten, spiegelt sich in der Freude und dem Stolz der Nutzer über ihr Gebäude wider und fördert auf diese Weise den Nachwuchs“, so der Architekt.

Modern und gleichzeitig zurückhaltend in der Formensprache, klar und konsequent in der Materialverwendung und Farbgestaltung. Ein Konzept, dass auch die Jury des Deutschen Fassadenpreis honorierte. Sie lobte die ruhige, im neutralen Mittelgrau gehaltene Farbgebung des schnörkellos an der Funktion orientierten Baukörpers. „Zweckbau, Farbe und selbst eine angemessene Beschriftung ordnen sich dem Wohngebiet unter und wirken ebenso solide wie unaufgeregt. Aber "wenn´s brennt" ist die Freiwillige Feuerwehr "Feuer und Flamme". Das signalisiert neben dem Gelb der Leuchten eine Palette feuriger Rottöne aus dem Innenbereich deutlich. Aktivität und Einsatz machen Farbe als Funktion des Lichtes eindrucksvoll sichtbar.“

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Christoph Kraneburg
M. Kölling