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Ein Gebäude der Kommunikation

Die Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn

Der Entwurf für die neue Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn, die Ende 2010 eröffnet wurde,... mehr
Der Entwurf für die neue Zentrale der Deutschen Börse in Eschborn, die Ende 2010 eröffnet wurde, stammt von KSP Jürgen Engel Architekten aus Frankfurt am Main. Aufgrund seiner nachhaltigen Gebäudekonzeption wurde das Gebäude als erstes Hochhaus in Deutschland mit der LEED-Platin Zertifizierung, der höchsten Kategorie des US Green Building Councils, ausgezeichnet.

Blickfang der Börse ist die 83 Meter hohe Eingangshalle, die über acht Brücken und zehn Stege die beiden, sich gegenüberliegenden L-förmigen Hochhäuser miteinander verbindet. Die beiden 21-geschossigen Baukörper stellen auf einer Brutto­geschossfläche von rund 56.000 m2 Raum für bis zu 2.400 Arbeitsplätze zur Verfügung. „Unser Ziel war es, ein markantes und identitätsstiftendes Bauwerk zu schaffen, dass stellvertretend für das Unternehmen Deutsche Börse steht“, so der Architekt Jürgen Engel. Der kompakte Kubus ermöglicht kurze Wege innerhalb des Hauses und schafft durch seine minimierte Hüllfläche ideale Voraussetzung für ein energieeffizientes Gebäude. Als „Green Building“ verfügt die Zentrale der Deutschen Börse über modernste Techniken zur Minimierung des Energieverbrauchs. Zu den Besonderheiten des Bauwerks zählen zwei hausinterne Biogas-Blockheizkraftwerke, eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung sowie eine intelligente Gebäudeautomation für den Sonnenschutz und die Beleuchtung. Hinzu kommen der Einsatz regenerativer Energien, die Erzeugung von Kälte mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung sowie Baustoffe aus der Region mit einem hohen Recycling-Anteil. Durch die direkte Nutzung der Abwärme aus der Stromerzeugung liegt der Primärenergieverbrauch des Gebäudes unter 150 kWh/m2 jährlich.

Die Gebäudehülle mit den charakteristischen Kastenfenstern erzeugt ein transparentes Erscheinungsbild. Haushohe, gläserne Einschnitte, die als „Landschaftsfenster“ Ausblicke in den Taunus und auf die Umgebung erlauben, belichten die Eingangshalle. „Die gestalterische Herausforderung beim Entwurf für die neue Zentrale der Deutschen Börse bestand darin, trotz des hohen geschlossenen Fassadenanteils von rund 60 Prozent ein offenes, transparentes Gebäude zu entwerfen, das vielfältige Ein- und Ausblicke ermöglicht“, schildert Architekt Jürgen Engel die gestalterischen Absichten. Die neue Zentrale Deutsche Börse ist nicht zuletzt ein Gebäude der Kommunikation. Die flexibel nutzbaren Büroflächen bieten neben individuellen Einzel- und Doppelbüros und „Denkzellen“ für konzentriertes Arbeiten auch offene Teamflächen, Besprechungsräume sowie zahlreiche Orte für informelle Kommunikation. Die Transparenz des Gebäudes macht die Aktivitäten der Menschen innerhalb des Hauses erlebbar und schafft auch eine visuelle Nähe zwischen den Abteilungen. Die lichtdurchflutete Empfangshalle, die durch ein gläsernes Dach zusätzlich von oben belichtet wird, ist das Herzstück und kommunikativer Mittelpunkt der Unternehmenszentrale. In der Eingangshalle und den Fluren ist zudem die Sammlung zeitgenössischer Fotokunst der Deutschen Börse zu sehen, die mehr als 700 Arbeiten von rund 70 internationalen Künstlern umfasst. Die außergewöhnliche Präsentation der Sammlung bereichert den Aufenthalt im Gebäude und macht die Werte, die das Unternehmen als Ganzes prägen, erlebbar.

www.ksp-architekten.de
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Jürgen Engel Architekten
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Fotos

Jean-Luc Valentin
www.foto-valentin.de