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Eigenständiger Solitär

Eine zeitgemäße, kubistische und klar strukturierte Villa in einem ehemaligen Kurort

Der frühere Kurort Bad Soden liegt idyllisch an den Südhängen des Taunus. Noch immer profitiert... mehr

Der frühere Kurort Bad Soden liegt idyllisch an den Südhängen des Taunus. Noch immer profitiert das Städtchen, in dem sich Mitte des 19. Jahrhunderts berühmte Besucher und Kurgäste aufhielten, von seinem besonderen Flair samt herrlichen Parkanlagen und prächtigen Villen. Auch wenn das Kurwesen inzwischen Geschichte ist, gehört Bad Soden zu den bevorzugten Wohnlagen rund um Frankfurt. Und Villen entstehen hier heute noch. So auch die, die das Architekturbüro Hollin Radoske für ihren Bauherren plante. Allerdings wünschte sich der Auftraggeber ein zeitgemäßes, kubistisches, klar strukturiertes Haus – ohne angebaute Elemente wie Vordächer und Geländer. Zur Straßenseite hin sollte es sich eher introvertiert zeigen, zur Gartenseite hin, von der aus man auch einen phantastischen Panoramablick auf Frankfurt hat, transparent und offen. „Das Haus kann sich gegenüber der vorwiegend ortsüblichen Villenbauweise mit geneigten Dächern dank großem Hanggrundstück als gestalterisch eigenständiger Solitär mit Flachdach präsentieren. Diese Bauform fügt sich sehr gut in das vorgegebene Baufenster ein“, sagt Bernd Hollin.

Die Fassaden wurden aus weißem Kalksandstein mit gebrochener Oberfläche gefertigt, der dem Baukörper eine reliefartige Anmutung gibt. Kleinere Fenster einzelner Räume wurden zusammengefasst und kontrastieren mit fensterlosen Fassadenbereichen und der voll verglasten Südfassade. Die raumhohen Fenster springen hier einheitlich von der Gebäudegrenze zurück und ermöglichen so in beiden Geschossen großzügige, überdachte Außenbereiche.

„Eine vertikale Glasfuge bricht den Baukörper im Bereich der zentralen Erschließung optisch auf, teilt die Gebäudehälften in unterschiedliche Funktionsbereiche und gewährt Einblick nach innen“, erklärt Alexander Radoske. Im Innern entstanden fließende, offene Grundrisse; über einen Lift neben der Treppe erreicht man alle drei Geschosse. Von der Haustür über die Zugangstür zum Garten bis zur Garage verbindet eine durchgehende Metallstruktur alle Funktionen zu einem schwarzen Band. Das Farbkonzept von Weiß und Schwarz wurde bis ins Interieur konsequent weitergeführt und durch natürliche Oberflächen, wie z. B. gekalkte Eiche, ergänzt. Der zweiseitige als monolithische Raumstruktur aus Schwarzblech gefertigte Gaskamin separiert Wohnraum und Essbereich. Das Flachdach wurde nicht nur als Gründach ausgebildet und partiell mit Solarthermiepaneelen bestückt, es wurden auch mehrere runde Lichtkuppeln eingesetzt um die Räume mit zusätzlichem Tageslicht zu versorgen.

www.hollinradoske.de

Architekten: Hollin Radoske www.hollinradoske.de Tragwerksplanung: DBT Ingenieursozietät... mehr

Architekten:

Hollin Radoske
www.hollinradoske.de

Tragwerksplanung:

DBT Ingenieursozietät
www.ingdbt.de

Rohbau:

Lubo Bau
www.lubo-bau.de

Fassade:

Weiße Emsländer
www.emslaender.de
Klinkerbau Roolfs
Telefon: 05942-922470

Dach:

Dach Seidewitz
www.seidewitz-dach.de

Maler-, Trockenbauarbeiten:

Mensinger
www.mensinger.de

Innenausbau:

Schreinerei Kunz
www.kunz-hand-werk.de

Parkett:

Fussboden Sauer
www.fussboden-sauer-gmbh.de

Gaskamin:

dru
www.drufire.com

Metallfenster:

Schüco
www.schueco.com

Aufzugtechnik:

Mayland Aufzüge
www.mayland-aufzuege.de

Haustechnik:

GS Wärmesysteme
www.gs-waermesysteme.de

Fliesen:

Mosa
www.mosa.com

Licht:

Artemide
www.artemide.com

Außenanlagen:

Traumgarten
www.traumgarten-online.de

Fotos:

Gregor Schuster
www.gregorschuster.de