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Work in a Box

Design-Wettbewerb zeigt, wie sich die Anforderungen an die Möbelindustrie wandeln

Die Grenzen zwischen Work und Life, zwischen Arbeitsplatz und Wohnraum, verschwimmen immer... mehr

Die Grenzen zwischen Work und Life, zwischen Arbeitsplatz und Wohnraum, verschwimmen immer stärker. Besonders deutlich wird diese Entwicklung bei der sogenannten Generation Y – bei denjenigen, die zwischen dem Ende der 70er und dem Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts geboren sind. Was bedeutet dieser Trend für die Bürowelt von morgen? Wie revolutioniert die Generation Y die Leitvorstellungen der Berufswelt insgesamt? Diesen Fragen stellten sich Studierende der Fachrichtungen Innenarchitektur und Produktdesign im Rahmen des ersten Design-Wettbewerbs „Work in a Box“. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Anforderungen an die Arbeitswelt und damit auch an die Möbelindustrie wandeln. Initiiert wurde der Wettbewerb vom Düsseldorfer Innenarchitektur- und Architekturbüro bkp.

Anspruchsvoll, selbstbestimmt und dabei glücklich. Das sind die Werte, welche die Generation Y definieren. Längst hat nicht mehr Geld und Macht oberste Priorität; Selbstbestimmung liegt deutlich höher im Kurs. Die Grenzen zwischen Arbeiten und Leben sind dabei fließend. So werden die Geschäfts-E-Mails abends auf dem Sofa gelesen; dafür ist Social Media am Arbeitsplatz eine Selbstverständlichkeit. Man lebt eine Kompatibilität von Arbeit und Beruf – ohne strikte Trennung. Wie müssen Möbel aussehen, die es zulassen, so frei und mobil arbeiten zu können? Die Teilnehmer des Wettbewerbs konzentrierten sich dabei auf das Wesentliche: Mobilität, Verbindung von Arbeiten und Wohnen und die Komprimierung der Bedürfnisse. Aus den Wettbewerbsbeiträgen von Studierenden neun verschiedener deutscher Hochschulen prämierte bkp die besten Arbeiten – der dritte Platz wurde zweimal ausgelobt.

Die „Raumkapsel“ (1. Platz/Design: Jennifer Stroh, Hochschule Trier) ist ein komprimierter Arbeitsplatz für eine Person, ein separater Raum, der eine Rückzugsmöglichkeit für konzentriertes Arbeiten bietet. Sie passt sich der jeweiligen Raumsituation an und bietet durch ihre offene Rückseite Transparenz und die Möglichkeit zur Kommunikation. Durch die Verwendung von wetterfesten Materialien der Außenhülle und der Schließung der oberen Öffnung eignet sie sich auch für den Außenbereich. Das gesamte Objekt ist durch die Wahl der Materialien sehr leicht, die Konstruktion einfach aufzubauen und zu zerlegen. Das Grundgerüst besteht aus neun Teilen und lässt sich gut verpacken und transportieren. Neben dem Einsatz im „Open Space“ ist die Raumkapsel auch gut vorstellbar bei Messen, Großveranstaltungen, Roadshows oder auch als Wahlkabine.

Die Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten wird immer mehr genutzt. „Work Shift“ (2.  Platz/Design: Lena Plaschke, Fachhochschule Münster) ist ein Stehschreibtisch für den Wohnbereich, der sich durch seine filigranen Maße und seine ästhetische, pure Ausgestaltung überall integrieren lässt. Ein rechteckiger Lampenschirm leuchtet die Arbeitsfläche aus und lässt sich durch einen Scherenmechanismus nach Arbeitsende herunterfahren. Der Arbeitsplatz wird durch den Schirm verhüllt und wandelt sich zum wohnlichen Lichtobjekt.

Der „Work Buddy 2.0“ (3. Platz/Design: Lena Menz, Hochschule Darmstadt) beinhaltet kompakt und mobil die wichtigsten Funktionen für ein funktionierendes Büro und lässt sich mit seinen großen Rollen bequem transportieren. Eine mit Magneten befestigte Akustikmatte umschließt den Caddy und kann bei Bedarf als Sicht- und Lärmschutz aufgestellt werden. Zur Stabilisierung dienen Holzboxen. Sie sind ebenfalls mit Magneten ausgestattet und können für unterschiedlichste Utensilien genutzt und beliebig platziert werden. Auch ein Hocker ist integriert. Er dient als Stauraum und kann durch ein Stecksystem individuell unterteilt werden. Schiebt man die lose Platte auf den Caddy auf, so wird aus ihm ein Tisch und macht den „Work Buddy 2.0“ gänzlich unabhängig von festen Bürostrukturen.

„Ideenschieberei" (3. Platz/Design: Johanna Julia Dorf, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur) ist eine analoge Antwort auf die zunehmend digitale Welt. Sie bezieht auch haptische und motorische Reize in den kreativen Prozess mit ein und ist ein Ort, an dem Inspirationen gesammelt, sortiert, archiviert oder einfach bunt zusammen gewürfelt sind. Mit wenigen Handgriffen lässt sich die Arbeitsumgebung den Vorlieben oder Projektanforderungen anpassen. Die Arbeitsflächen sind mit Tafellack, Kork, Filz, Whiteboardlack, Magnetlack und Furnier beschichtet.

bkp kolde kollegen GmbH bkp wurde 1996 in Düsseldorf gegründet und ist Spezialist für Office... mehr

bkp kolde kollegen GmbH


bkp wurde 1996 in Düsseldorf gegründet und ist Spezialist für Office & Neue Arbeitswelten sowie Banken & Retail. Interdisziplinäre Teams aus Architekten, Innenarchitekten und Kommunikationsdesignern befassen sich mit den Themen Flexibilität und Flächenoptimierung, Markenerlebnis und Mitarbeiterbindung sowie strategischer Beratung und Change Management. bkp entwickelt individuelle Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft.
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