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Wohnen im Turm

Aus einem Getreidesilo ist eine ungewöhnliche Wohnung geworden

1963 erbaut, handelte es sich bei dem Getreidesiloturm ursprünglich um ein einfaches... mehr

1963 erbaut, handelte es sich bei dem Getreidesiloturm ursprünglich um ein einfaches zweckbestimmtes Gebäude, das mit mehreren Lagerhallen ein kleines Gebäude-Ensemble bildet. 1999 wurde mit der Sanierung der Lagerhallen begonnen. Heute befindet sich in der kleinen Lagerhalle ein Tanzsport-Studio, während in den großen Lagerhallen drei spezialisierte KFZ-Werkstätten untergebracht sind. Das ehemalige Getreidesilo selber wird als Wohnturm genutzt.

Grundidee zum Umbau des 20 m hohen Turmes war ein „Adlerhorst“. Der Turm hat eine Grundfläche von 8,50 m x 11,70 m und besteht aus einem 36,5 cm starken Mauerwerk, welches durch vier Stahlbetonringbalken gehalten wird. Die innen vorhandenen Holzkonstruktionen sowie das Dach wurden vollständig entfernt. Stattdessen bilden heute drei neue Stahlbetondecken im oberen Drittel des Turmes die Wohngeschosse und eine Dachterrasse.

Die Erschließung erfolgt in einem freigestellten neuen Sichtbetonkern mit Spindeltreppe und Aufzug. Dabei ermöglicht der neue Eingang an der Westseite einen ebenerdigen Zugang zum Aufzug, der vom Erdgeschoss bis auf die Dachterrasse führt. Im Untergeschoss befinden sich Lagerflächen und genügend Platz für eine Erdwärmeanlage, die über den temperierten Sichtbetonkern den ganzen Turm beheizt.

Im 11,77 m hohen Erdgeschoss gibt es eine kleine Bar und ein Hochregallager für Autoteile. Das erste Obergeschoss mit zwei Schlafzimmern und zwei Bädern hat eine lichte Höhe von 2,82 m. Trennwände mit Einbauschränken teilen die Schlaf- und Badbereiche so, dass die Außenwände frei von Wandanschlüssen bleiben. Das zweite Obergeschoss mit einer lichten Höhe von 4,07 m ist ein Wohngeschoss mit großer Küche, Kamin, einem kleineren Wohnbereich und einer Bibliothek. Die Dachterrasse, die in 20,15 m Höhe liegt, ist über die Treppe oder mit dem Aufzug erreichbar und bietet einen schönen Rundblick.

Das Mauerwerk der Außenwände wurde innen mit einem Lehmputz versehen, während der Turm außen eine Kernisolierung mit einer Vorsatzschale aus schwarzem Klinker erhielt. Alle Fenster und Türen wurden in der bestehenden Mauerwerkshülle neu angeordnet und eingeschnitten. Dabei wurden für die neuen Alufenster kleine Formate gewählt, um einen gezielten Ausblick zu gewährleisten und den Turmcharakter zu erhalten.

www.valentynarchitekten.com

Architekten: Valentyn Architekten www.valentynarchitekten.com Fotos: Rainer Mader... mehr

Architekten:

Valentyn Architekten
www.valentynarchitekten.com

Fotos:

Rainer Mader
www.rainermader.de