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Von ganz Klein bis recht Groß

Neubau einer Kindertagesstätte in Wittlaer

Das Ziel, das sich die Stadt Düsseldorf gesteckt hat, ist hoch: Mindestens 60 % der unter... mehr
Das Ziel, das sich die Stadt Düsseldorf gesteckt hat, ist hoch: Mindestens 60 % der unter Dreijährigen sollen einen Kindertagesstättenplatz angeboten bekommen. Ein Vorhaben, mit dem die Landeshauptstadt die gesetzlichen Vorgaben nicht nur erfüllen, sondern sogar überbieten möchte.

Um diesem Ziel näher zu kommen, wurde im Dezember 2008 ein Architekturwettbewerb für den Bau einer weiteren Kindertagesstätte im nördlichen Stadtteil Wittlaer ins Leben gerufen. Mit einem überzeugenden Entwurf ging das Architekturbüro Ruf und Partner als Sieger hervor, so dass im Juli 2010 mitten in einem Neubaugebiet mit dem Bau begonnen werden konnte.

Entstehen sollte ein „Haus für Kinder, Jugendliche und Familien“, das die Gebäudeform eines Einfamilienhauses aufgreift, um so den städtebaulichen Kontext zu respektieren und eine harmonische Integration zu gewährleisten. Auch die Dachform und der Verlauf des Firsts orientieren sich an der umliegenden Bebauung. Das „Haus für Kinder, Jugendliche und Familien“ soll mit seiner öffentlichen Funktion Identität stiften und zu einer wichtigen Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien werden.

Dabei ist die Entwurfsidee eigentlich recht simpel: Sowohl die Kita, die Platz für 50 Kinder ab vier Monaten bietet, als auch die Jugendfreizeiteinrichtung bestehen jeweils aus einem Baukörper, der mit einem Satteldach bekrönt ist. Auf diese Weise bilden beide Häuser zusammengefügt eine kompakte, bauliche Einheit, die dem Anspruch der öffentlichen Nutzung gerecht wird und sich gleichzeitig in die Umgebung einfügt. Um hierbei die Hüllfläche möglichst gering zu halten und die Räume der jeweils anderen Einrichtung bei Bedarf mitnutzen zu können, wurden die beiden Baukörper scheinbar ineinander geschoben.
Dabei besitzen die beiden Baukörper aufgrund des unterschiedlichen Raumbedarfs eine unterschiedliche Tiefe und Länge. Eine Bauweise, die einen Vorplatz entstehen lässt, der gemeinsam von beiden Einrichtungen genutzt werden kann. Zusätzlich verfügen die Jugendlichen über einen kleinen Freibereich im Osten, während der Kita ein überdachter Balkon sowie der direkte Zugang zum öffentlichen Spielplatz zugeordnet sind.

Die Kindertagesstätte bietet Betreuungsplätze für drei Gruppen, wobei jede Gruppe über Schlaf-, Neben-, Sanitärräume und einen 55 m2 großen Mehrzweckraum verfügt. Die Jugendfreizeiteinrichtung ist als offenes Haus für Kinder jeden Alters gedacht und bietet dank Gruppen-, Werkräumen und einem großen Mehrzweckraum von 128 m2 genügend Platz zur individuellen Entfaltung.
Als Material für das zweigeschossige „Haus für Kinder, Jugendliche und Familien“ kamen ortstypischer Klinker, Lärchenholz und Titanzink für Dach und Fassade zum Einsatz. Alles Baustoffe, die besonders ökologisch und wartungsarm sind. Die Besonderheiten des Neubaus liegen vor allem im gut durchdachten Wechsel von Klinker und Holzfassade und in dem zur Straße im Westen hin geschlossenen Balkon, der sich in der Treppe fortsetzt, so dass diese nicht wie ein angefügtes Element wirkt.

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Fotografie

Florian Beckers
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