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VOM MEHLKONTOR ZUM ERLEBNISORT

Revitalisierung der denkmalgeschützten Gottschalks Mühle

Nachdem lange Zeit nicht klar war, was aus der Gottschalks Mühle werden sollte, wurde vor einigen... mehr
Nachdem lange Zeit nicht klar war, was aus der Gottschalks Mühle werden sollte, wurde vor einigen Jahren beschlossen, das Gebäude zu restaurieren. Als die beauftragten Architekten die Mühle 2005 erstmals betraten, kam es ihnen so vor, als sei die Zeit stehengeblieben. „Alles befand sich noch vor Ort und sämtliche Einbauten und Maschinen waren in einem guten Zustand“, erinnert sich der Architekt Christof Gemeiner.

Eine positive Entdeckung, die jedoch nicht die Gebäudesubstanz an sich betraf, welche sich in einem äußerst schlechten Zustand befand. Dabei war es bei der Revitalisierung von Anfang an ein wesentliches Ziel, möglichst vieles von der historischen Substanz zu erhalten. „Das Alte“ sollte in einen neuen Kontext gestellt werden. Um dies zu erreichen, wurden u.a. die Hölzer der Kornrutschen auseinandergebaut und für die Füllung der neuen Eingangstür verwendet. Nachdem die Restaurierung im Jahr 2011 abgeschlossen wurde, gliedert sich das Ensemble Gottschalks Mühle heute in mehrere Häuser: den Wohnhäusern mit fünf Einheiten, dem schiefergedeckten Mittelteil mit Büro- und Gewerbeflächen, dem Silo als neuen Veranstaltungsraum sowie dem ehemaligen Sacklager mit weiteren Büroflächen.

Da die Mühle über keine Erschließung verfügte, wurde zwischen den Wohnhäusern und dem Mittelteil ein neues Treppenhaus mit Aufzug eingebaut. Im Hinblick auf die vorhandene Bausubstanz verfolgt das Farbkonzept die Strategie der Materialfarbigkeit: Beginnend bei der Putzfassade der ehemaligen Remise bildet der durchgehende Putzsockel den Rahmen für die jeweiligen Materialien: dem Schwarzgrau des Schiefers, dem Beigegrau des Natursteins, dem Lichtgrau der lasierten Holzlamellen, dem Rotbraun der rostenden Siebbleche sowie dem Dunkelrot des alten Backsteins.

Beim Lichtkonzept wurde dem Umstand, dass die Mühle sowohl aus denkmalgeschützten Elementen als auch aus sehr modernen Baukörpern besteht, Rechnung getragen. So haben die Planer von Rauschlicht beim Kontorgebäude besonderen Wert auf die Inszenierung der Schieferfassade gelegt, während beim Silo die alten Backsteinwände in den Fokus gerückt wurden. Bei den sichtbaren Außenleuchten wurden Varianten in einer Bronzeoberfläche ausgesucht, während alle anderen Flächen Wandleuchten aus Edelstahl erhielten. Der moderne Kubus mit seiner grauen Holzlamellenfassade wird von der umlaufenden Brüstung aus mit modernen LED-Scheinwerfern beleuchtet.
Die Nutzung der verschiedenen entstandenen Flächen ist äußerst vielfältig. Auch hier wurden die Leuchtkörper den Raumstrukturen angepasst. So kamen im Eventbereich des Silos große Kuppelleuchten zum Einsatz, die durch Wandleuchten mit Bronzeoberflächen ergänzt wurden. Die vielfältige Nutzung erforderte zudem eine flexible zusätzliche Beleuchtung, so dass moderne Displaystrahler und Stromschienen eingesetzt wurden. Für alle Bereiche wurden Halogenleuchtmittel mit gleicher Farbtemperatur ausgewählt, die über eine moderne BUS-Technik schalt- und dimmbar sind. Aufgrund der vielen Betonflächen musste im unteren Mietbereich des Kubus die Beleuchtung mit Akustikelementen kombiniert werden. Die Lösung sind Akustiksegel mit einer indirekten Beleuchtung, die durch flexible Arbeitsplatzstehleuchten ergänzt werden.

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Fotos

Olaf Faustmann
Christof Gemeiner
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