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Verdichtete Blickbezüge

Ein Einfamilienhaus in Meerbusch kreiert räumliche Vernetzungen

Am Anfang stand der Auftrag zur Planung eines kleinen Neubaugebietes in Meerbusch. Der... mehr

Am Anfang stand der Auftrag zur Planung eines kleinen Neubaugebietes in Meerbusch. Der städtebauliche Plan von RFCV Ferreira Verfürth Architekten sah acht Einfamilienhäuser und ein Doppelhaus vor – ein baulich harmonisch abgestimmtes Wohnquartier für Familien mit Kindern. Am Ende wurde es nicht ganz so großzügig wie angedacht umgesetzt – immerhin: Die Architekten konnten von sieben Einfamilienhäusern vier nach ihren Entwürfen realisieren, ohne dass sich diese in ihrem Erscheinungsbild noch ihrer Innenstruktur ähneln würden.

Haus P verfügt über ca. 250 m² Wohnfläche und ca. 85 m² Nutzfläche. Als klassisches Einfamilienhaus konzipiert, liegen im Erdgeschoss die Bereiche Kochen und Essen, Wohnen sowie ein Mediazimmer und ein Gäste-WC. Zentrales Element im Erdgeschoss ist die ca. 1,10 m breite, gradläufige Treppe, um die Garderobe, Küche, Essbereich und Wohnzimmer platziert wurden. Dabei konnte eine lichte Raumhöhe von 3 m geplant werden – lediglich im Medienzimmer wurde sie zugunsten von Einbauleuchten leicht verringert. Beim Grundriss wurde sehr darauf geachtet, dass sich möglichst vielfältige Blickbeziehungen ergeben: Das Haus öffnet sich umso mehr, je weiter man hineingeht. So reicht eine Blickachse vom Entree entlang der Garderobe durch die Küche bis zum Freisitz im Garten. Da im Bereich der Garderobe, die nach außen an die Fassade grenzt, kein Fenster geplant werden konnte, wurde hier ein kleiner, aber effektiver Luftraum zum Obergeschoss umgesetzt. So kann über das Fenster im Obergeschoss auch hier Tageslicht ankommen. Eine zweite Blickachse reicht vom Medienzimmer durch das Wohnzimmer bis hin zum Essbereich, der durch eine Sichtbetonwandscheibe bewusst eingeengt wird. Der dadurch entstandene Außenraum wirkt wie ein kleiner, gläserner Patio zwischen Ess- und Wohnbereich.

Im Obergeschoss wurden die Treppenwände bewusst nur auf eine Höhe von ca. einem Meter ausgeführt, was einen weitläufigeren Blick ermöglicht. Über dem kleinen Luftraum zur Garderobe befindet sich ein Oberlicht. Auch bei heruntergelassener Verschattung kann so natürliches Tageslicht in das Hauszentrum fließen, ohne dass das Haus einsehbar wird. Neben den beiden großzügigen Kinderzimmern und einem kleinen Kinderbad befinden sich hier auch der separierte Bereich der Eltern mit einem Elternbad, einer Ankleide und dem Schlafzimmer. Dieser wurde sehr weiträumig und offen gehalten – lediglich die Dusche und die Toilette sind durch Wandscheiben voneinander separiert; bei der Ausstattung wurden großformatige Fliesen in Beton-Optik verwendet. Der Flur ist zugleich Arbeitsecke und Kinderankleide – alle Einbauschränke und auch die Lichtplanung wurden nach Entwürfen der Architekten umgesetzt.

www.rfcv.de

Architekten: RFCV Ferreira Verfürth www.rfcv.de Rohbau: Schotes Hochbau www.schotes.de... mehr

Architekten:

RFCV Ferreira Verfürth
www.rfcv.de

Rohbau:

Schotes Hochbau
www.schotes.de

Dachdecker:

Bernd Gockel
www.gockel-bedachungen.de

Heizung/Sanitär:

Gawlik Ibisevic
www.gaib.de

Kamin:

Kaminhaus Grewing
www.kaminhaus-grewing.com

Schreiner:

Daniel Albani
www.gestaltung-in-holz.com

Außenanlagen:

KE Kentenich
www.kentenich-grote.de

Fotos:

Julia Vogel