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Urbane Qualität

„le flair“ – das neue Wohnquartier auf den ehemaligen Gleisanlagen des Derendorfer Güterbahnhofs

Wer in Düsseldorf wohnt und aufgewachsen ist, der kam – vor allem um die Jahrtausendwende –... mehr

Wer in Düsseldorf wohnt und aufgewachsen ist, der kam – vor allem um die Jahrtausendwende – nicht um das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs umher. Ganz klar, man traf sich im Flohmarkt „Les Halles“, eine ehemalige Bahnhalle, die mit der Zeit um Café, Club und Restaurant ergänzt wurde. Es könnte doch einfach immer so bleiben – ein Gedanke, der in vielen Köpfen rotierte. Bekanntlich können Illusionen eine Zeitlang aufrecht gehalten werden, bevor sie jäh platzen. Das innerstädtische Areal rund um die stillgelegten Gleisanlagen zwischen den Stadtteilen Pempelfort und Derendorf sollte zu einem neuen Stadtquartier werden. 2005 kam die Abrissbirne, seitdem wurden die meisten Grundstücke bebaut und bezogen. Wer länger nicht dort war, mag überrascht sein, wie sich das Areal zu einem an der französischen Kultur angelehnten „Le Quartier Central“ gewandelt hat. Ein Rundgang gibt Einblicke in das neue Stadtviertel „le flair“ und veranschaulicht seine Bedeutung. Das rund sechs Hektar große Stadtviertel im insgesamt 35 Hektar großen Gesamtareal realisierte die Interboden Gruppe in einem Joint Venture mit Hochtief Projektentwicklung.

Lebenswelten

Innerhalb weniger Jahre ein neues Stadtviertel zu entwickeln, das gleichzeitig lebendig, abwechslungsreich und von Jung und Alt durchmischt wird – wie funktioniert das? Für die Interboden Gruppe steht fest, dass es nicht einfach das Aneinanderreihen von Gebäuden ist. Sie lassen im le flair ein urbanes Quartier entstehen, das Mensch, Architektur, Innovation, Umwelt, Kommunikation und Lebensqualität miteinander verbindet. Die generationenübergreifenden Wohnungskonzepte sollen die Bedürfnisse junger Familien ebenso wie jene älterer und alleinstehender Menschen berücksichtigen. Gleichermaßen sollen sich die Wohn- und Lebensräume sozio-kulturell und sozio-ökonomisch förderlich auf die Bewohner auswirken. „le flair bedeutet Urbanität in grüner Umgebung und beste Einbindung in die Infrastruktur der Stadtteile. Das gibt den Menschen einen neuen Lebensraum“, so Dr. Reiner Götzen, geschäftsführender Gesellschafter von Interboden.

Urbanes Wohnquartier im Grünen

Bis 2018 entstehen in dem Abschnitt zwischen der Brücke Am Wehrhahn und der Franklinbrücke in einer großzügig angelegten Parklandschaft rund 80.000 m² Wohnfläche. Präziser bedeutet das: Auf 700 m Länge entsteht ein Ensemble aus 39 Townhouses mit drei Geschossen sowie 57 Wohnhäuser für insgesamt 800 Miet- und Eigentumseinheiten zwischen 35 und 250 m², die zwischen vier bis sechs Geschossen und vier bis neun Geschossen variieren. Die Zugänge in die eigenen vier Wände liegen auf der neuen Marc-Chagall-Straße, eine ruhige Anwohnerstraße, die neben ihrer Funktion der Erschließung ebenso städtische Struktur in dem neuen Viertel schafft. Läden, Gastronomie und Kinderbetreuung sowie das direkt an der Franklinbrücke gelegene Büro- und Geschäftshaus DreiEins runden die Vision eines funktionierenden Quartiers ab.

Französischer Flair und exquisites Lebensgefühl

Das Team von Interboden und Hochtief Projektentwicklung veranstaltete bundesweit ein qualitätssicherndes Gutachterverfahren unter dem Motto „Klassische Moderne – Moderne Klassik“, in dem der Gestaltungsrahmen für die unterschiedlichen Stadthäuser und Gebäudeensembles festgelegt waren. Herausgekommen ist eine Architektur mit bekannten historischen Elementen wie Loggien, Erkern, Rotunden, Säulen und französischen Balkonen, die in facettenreich gestalteten, weißen Gewändern gehüllt sind. Dahinter befinden sich individuelle Wohnraumkonzepte, die es an nichts fehlen lassen. Dr. Götzen spricht von einer „Wohlfühlatmosphäre“, die sich den neuen Bewohnern bieten soll: Gemeint ist eine schadstofffreie Raumluft ohne störende oder sogar schädliche Ausdünstungen aus den verwendeten Baustoffen. Dafür sind die Gebäude ausschließlich mit umwelt- und gesundheitsverträglichen Materialien gebaut worden.

Serviceorientiertes Wohnen

Zu wenig Zeit? Keine Lust, wieder aufs Fahrrad zu steigen oder das Auto aus der Tiefgarage zu holen? Dann ist das quartiereigene Service- und Betreuungsangebot genau richtig. Der Service-Point, mittendrin für alle gut fußläufig oder telefonisch zu erreichen, erfüllt vielfältige Leistungen und Wünsche von der Brötchenlieferung über den Reinigungsdienst bis zur Ticketbuchung. Für den digitalen Dialog sorgt seit kurzem das Informations- und Serviceportal Animus – „die Seele“ (aus dem Lateinischem) im Quartier: Ein umfangreiches Service- und Dienstleistungsangebot des hauseigenen Service-Point und der Hausverwaltung kann online rund um die Uhr in Anspruch genommen werden. So können die Bewohner jederzeit und komfortabel mit der Verwaltung kommunizieren, an exklusiven Events teilnehmen, Formalitäten elektronisch abwickeln oder den Handwerkerservice und andere Dienstleistungen buchen. „Durch die Nutzung von Animus ist uns die konsequente Fortsetzung unseres Lebenswelten-Gedankens in das digitale Zeitalter gelungen“, verdeutlicht Dr. Götzen abschließend.

Bald wird das „le flair“ 2.000 neue Bewohner zählen können. Damit haben sie sich bewusst für das Leben in der Stadt entschieden, einem Ort, mit dem sie sich auf Dauer identifizieren und in dem sie sich wohlfühlen möchten. Der erste Schritt – die Einordnung des neuen le flair in die gewachsene, städtische Struktur in direkter Nachbarschaft – ist vollbracht. Jetzt muss sich nur noch das urbane Leben ausbreiten.

www.leflair-duesseldorf.de
www.interboden.de

Fotos: Christoph Pforr mehr

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Christoph Pforr