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Offen und heilend

Die psychiatrische Klinik am Königshof in Neuss wurde erweitert und modernisiert

Architektur bildet nicht nur den räumlichen Rahmen für einen Klinikbetrieb, sondern wirkt im... mehr

Architektur bildet nicht nur den räumlichen Rahmen für einen Klinikbetrieb, sondern wirkt im Idealfall auch therapieunterstützend. Mit diesem Ansatz haben a | sh architekten aus Ludwigshafen am Rhein die Sanierung des Hauptgebäudes der Klinik Königshof in Neuss vorgenommen und einen neuen Erweiterungsbau hinzugefügt. Als Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie gehört die Klinik zum Verbund der St. Augustinus-Fachkliniken. Der charakteristische Backsteinaltbau am Dreifaltigkeitskloster stammt aus dem 19. Jahrhundert. In den vergangenen Jahren ist er immer wieder saniert und umgebaut worden, entsprach aktuell jedoch nicht mehr einem modernen Klinikbetrieb.

Die architektonischen Ziele waren dabei gleich doppelt formuliert: Die historische Tradition des Bestands sollte harmonisch mit den Neubauten der Gegenwart verbunden werden. Die Gestaltung sollte aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen neue Perspektiven und eine genesungsfördernde Umgebung bieten. Sowohl helle und lichtdurchflutete, offene Stationen als auch Gemeinschaftsbereiche für Patienten und Besucher sollten entstehen. Es ging aber auch um ein gut durchdachtes Farb- und Materialkonzept, das die Genesung der Patienten unterstützen sollte. Der kompakte Neubau erweitert die bestehende Klinik auf drei Geschossen mit insgesamt 88 Betten, davon 20 Betten in einer Wahlleistungsstation mit Einzel- und Zweibettzimmern. Im Erdgeschoss ist eine offene Gerontopsychiatrie sowie eine neurologische Station mit Ergotherapie entstanden. Die offene allgemeine Psychia­triestation und eine offene Suchtstation mit je 15 Betten wurden im 1. Obergeschoss organisiert. Im anschließenden 2. Obergeschoss befindet sich die Privatstation mit Einzel- und Zweibettzimmern in sehr hoher und qualitätsvoller Ausstattung. Der Baukörper samt Erschließung ist so konzipiert, das zukünftige Erweiterungen möglich sind. Die weiß verputze Fassade des Baukörpers mit den plastisch gerahmten, anthrazitfarbenen Fenstern bildet einen markanten Kontrast zum historischen Gebäudeensemble aus dunkelrotem Backstein.

Der Haupteingang wurde als großzügiger Eingangsbereich mit einem hellen Verbindungsgang zum Neubau umgestaltet. Mit seinem weiträumigen Empfangs- und Aufnahmebereich mit Sitzbänken und angenehmem Farb- und Lichtspiel wird das Ensemble zu einer Einheit. Mit gleicher Offenheit sind auch die zentralen Stützpunkte der einzelnen Stationen gestaltet: Es gibt keinerlei trennende Glasscheiben. Im Raum freistehende Sitzmöbel laden den Patienten und Besucher zum Verweilen ein. Alle Zimmer haben eine moderne Ausstattung erhalten mit harmonisch beruhigenden Farbakzenten in Blau, Grau, Grün und Beige kombiniert mit warmen Holztönen. Von jeder Station aus ergibt sich eine Blickbeziehung in den grünen, hellen Innenhof der Anlage sowie in die umgebende Landschaft.

www.a-sh.de


Fotos:

Markus Bachmann

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