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Neubau statt Sanierung

Energetische Einsparpotentiale wurden ausgeschöpft

Im Düsseldorfer Stadtteil Stockum befindet sich an der Koetschaustrasse das Max-Planck-Gymnasium.... mehr
Im Düsseldorfer Stadtteil Stockum befindet sich an der Koetschaustrasse das Max-Planck-Gymnasium. Der Schulkomplex wurde in den 1950er Jahren erbaut und später erweitert. Neben dem Schulgebäude standen dort eine Einfach- sowie eine Zweifach-Sporthalle, die von der Schule selbst und verschiedenen Vereinen intensiv genutzt wurden. Beide Gebäude wiesen hinsichtlich baulicher und technischer Anlagen einen hohen Sanierungsbedarf auf. Eine Sanierung erwies sich als nicht sinnvoll. Darum gab der Bauherr einen Neubau in Auftrag, der den heutigen behördlichen Vorgaben entsprechen, energetische Einsparpotentiale ausnutzen und den Ansprüchen an Barrierefreiheit gerecht werden sollte.

Der als Dreifachhalle konzipierte Neubau wurde auf dem Standort der alten Zweifachsporthalle errichtet. Der Hauptzugang liegt auf der Westseite, ausgerichtet zur vorhandenen Grünfläche zwischen Aula und Einfeldsporthalle. Ein sich über die komplette Gebäudefront erstreckendes Vordach schützt den Eingangsbereich. Unmittelbar an den Hauptzugang schließt sich der eingeschossige Vorbau an. In diesem Gebäudetrakt befinden sich die Umkleiden sowie die Sanitär- und Technikbereiche. Entsprechend der barrierefreien Ausrichtung sind zwei der sechs Umkleiden behindertenfreundlich geplant, mit eigenen Duschen und direktem Zugang zu den ebenfalls behindertengerechten WC-Anlagen.

Der Neubau hat eine Grundfläche von 45 x 27 Metern und eine lichte Höhe von sieben Metern. Er ist mittels Trennvorhänge in drei einzeln als Sporthalle zu nutzende Bereiche unterteilbar. Um Lärm und Halleffekte in Grenzen zu halten, wurden an der Decke die Raumakustik beeinflussende Trapezbleche angebracht. Ebenso trägt die Wandverkleidung zu einer angenehmen Geräuschkulisse bei. Umlaufend befindet sich bis zu einer Höhe von ca. 2,75 m eine akustisch wirksame Holzprallwand, darüber bis zur Höhe der Verglasung eine ebenfalls akustisch wirksame, ballwurfsichere Holzkonstruktion. Das umlaufende Lichtband aus zwei vertikal übereinander angeordneten Fensterelementen sorgt für viel Tageslicht. Der Boden der Halle ist ein flächenelastischer Holzschwingboden, auf dem ein Linoleumbelag verlegt wurde. Er ist somit für alle gängigen Ballsportarten geeignet.

Die neue Sporthalle erfüllt die Energie­einspar­verordnung (ENEV 2009) und unterschreitet diese sogar um 28 %. Zur Wärmeversorgung konnte die am Schulstandort bereits vorhandene Heizungsanlage genutzt werden.

Unterstützt wurde der Bauherr bei diesem Projekt von RKW Rhode Kellermann Wawrowsky Architektur + Städtebau aus Düsseldorf. Das Büro ist seit 60 Jahren prägend an der Entwicklung zeitgenössischer Wohn- und Arbeitswelten beteiligt. Weitere markante Objekte des Büros in Düsseldorf sind beispielsweise der ARAG Tower, das Vodafone Hochhaus oder das mit dem MIPIM Award ausgezeichnete Sevens.

www.rkw-as.de
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Fotos

Michael Reisch
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