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kommunikative Bürolofts

Eine alte Fabrikhalle wird zum Standort von innovativen Coworking-Spaces

Der raue Charme des Industriellen kann auch Büroräumen einen Mehrwert verleihen. Vor allem die... mehr

Der raue Charme des Industriellen kann auch Büroräumen einen Mehrwert verleihen. Vor allem die loftartige Großzügigkeit dieser Hallen lässt sich mit heutigen Neubauten und ihren Vorgaben kaum mehr realisieren. Der Umbau einer alten Industriehalle auf dem Industrieareal der Firma Ebbinghaus Verbund, einem traditionsreichen, in vierter Generation tätigen Oberflächenveredelungsbetrieb, führt das beispielhaft vor: Das Solinger Architekturbüro Kai Schüttler hat in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn die alte Stammhalle des Unternehmens aus dem 19. Jahrhundert umgebaut. Vor allem aus ideellen Gründen sollte der Hallenbau erhalten und wegen der Lage in einem Wohngebiet mit einer verträglichen Nutzung aufgewertet werden.

Der Bauherr des „Ebbtron“ – so der Name des neuen Bürostandortes – wollte „entspanntes Arbeiten im stilvollen Ambiente“. Es sollten großzügige Coworking-Spaces entstehen, die sowohl von der Hauptverwaltung des Unternehmens genutzt als auch an junge Start-ups und Kleinunternehmen vermietet werden können. Auf einer Nutzfläche von 2.000 m2 ist eine großzügige, offene Bürolandschaft entstanden. In einer mittleren Achse des Hallenbaus wurde ein Atrium mit Lounge, Kaffeebar und Foyer angeordnet. Es wird über eine neu eingefügte, raumhohe Glasfassade sowie ein 40 m langes Lichtband im Dach belichtet. Terrassierte Ausstellungs- und Pausenflächen laden zum Verweilen ein. Eine akustische Beschallung erfüllt das Atrium mit den Geräuschen eines Wasserfalls und idyllischem Vogelgezwitscher. Entsprechend natürlich wurden auch die Tische gehalten, die aus Pappelholz gefertigt wurden, das auf dem Areal gefällt werden konnte. Einen rustikalen Akzent setzt  dieses auch als Kaminholz, das in Regalen angeordnet wurde. Zusätzlich zu dem 700 m2 großen Atrium gibt es ein 84 m2 umfassendes Auditorium, das für Besprechungen und Seminare genutzt wird. Die Büroräume – 350 m2 Coworking-Spaces und 550 m2 Büroraum für die Hauptverwaltung – erscheinen durch den erhöhten Glasanteil in der Fassade als sehr hell und geräumig. Eine automatische Sonnenschutzanlage schützt die Räume vor Aufheizung. Die Bodenfläche der Halle wurde mit einer Fußbodenheizung ausgestattet und mit Feinsteinzeug gefliest, im Atrium mit einem speziellen körnigen Epoxidharzgemisch beschichtet. Modernste Technologien kamen bei der Haustechnik zum Einsatz: Die gesamte energetische Versorgung erfolgt über ein Blockheizkraftwerk; eine EIB-Bustechnologie steuert die Elektrik: Kameraüberwachung und LED-Beleuchtung mit vom Bauherrn selbst gestalteten Leuchtkörpern kommen im ganzen Objekt zum Einsatz.

www.ak-schuettler.de

Innenarchitekten: Architekturbüro Kai Schüttler www.ak-schuettler.de Fotos: Lars... mehr

Innenarchitekten:

Architekturbüro Kai Schüttler
www.ak-schuettler.de

Fotos:

Lars Langemeier