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Individuell gemeinschaftlich

Die Freianlage einer Baugruppe in Gerresheim fördert das Miteinander

Die Wohnanlage QBUS im Stadtentwicklungsgebiet „Am Quellenbusch“ in Gerresheim ist eines der... mehr
Die Wohnanlage QBUS im Stadtentwicklungsgebiet „Am Quellenbusch“ in Gerresheim ist eines der wenigen bisherigen Vorzeigeprojekte der Landeshauptstadt, wenn es um Mehrgenerationen-Wohnen und das Thema Baugemeinschaft geht. Das Projekt, das zwei Riegel mit 28 Wohnungen, ein separates Gemeinschaftshaus und eine übererdete Tiefgarage umfasst, sollte durch eine hochwertige Freianlage ergänzt werden. Aus einem kleinen Wettbewerb gingen die Duisburger Landschaftsarchitekten ST-Freiraum erfolgreich hervor und wurden mit der weiteren Konkretisierung der Planung und Ausführung beauftragt. Die besondere Herausforderung des Projektes lag in der komplexen Organisationsstruktur der Gemeinschaft: Um die Wünsche von 28 Familien aus 56 verantwortlichen Eigentümern zu berücksichtigen, mussten zunächst die zentralen Bedürfnisse, Lebensweisen und Grundhaltungen der Einzelnen im Dialog kennen gelernt werden. Die gute Kommunikationsstruktur der Baugruppe und die klaren Vorstellungen der Eigentümer förderten zielführende Prozesse mit guten Ideen. Das Wohnen mit Kindern, die Verwirklichung ökologischer Ziele und das Streben nach ökonomischer Nachhaltigkeit stand dabei deutlich im Fokus.

Das etwa 3.000 m2 große, privat genutzte Wohnumfeld wird durch einen grünen Gartenhof mit Rasenflächen bestimmt, der zwischen den Gebäuden liegt und das kommunikative Zentrum der Wohnanlage darstellt. Eine zentrale Wegeachse aus grauem Betonstein, begleitet von einer Baumreihe aus Wildbirnen, und kommunikative Sitznischen an den kleinen Plätzen vor den Hauseingängen bilden das erschließende Rückgrat der Anlage aus. Ein kleines Wäldchen bietet zudem samt einer großzügigen Sandfläche viele Möglichkeiten für das freie, Kreativität und Gemeinsinn fördernde Kinderspiel.

Die Terrassen der Wohnungen haben privaten Charakter, sind aber auch Bestandteil der Gesamtgestaltung. Auf Abgrenzungen von Einzelflächen wurde bewusst verzichtet. Die organischen Formen der Stauden, Sträucher und Bäume (überwiegend Bienen- und Vogelnährgehölze) werden langfristig die rationale Architektur weich kontrastierend überspielen. Bei der Pflasterung galt die Regel: Je privater die Fläche, desto hochwertiger der Belag. Während der Hauptweg mit einem 10 x 10 cm-Kleinformatpflaster mit gebrochenen Kanten befestigt wurde, kontrastieren die unmittelbaren Hauszugänge und Vorplätze in einem 40 x 40 cm-Plattenraster. Die privaten Terrassen sowie die große Freiterrasse des Gemeinschaftshauses wurden wahlweise in Holzbauweise oder mit hochwertigem sandsteinfarbenen Betonstein belegt. Letztlich wurden die Pflastermaterialien auf das Notwendige begrenzt, was die Vegetation besonders hervortreten lässt – inklusive all der herumliegenden Gegenstände, die das Leben so mit sich bringt.

www.st-freiraum.de
Architekten: ST-Freiraum Landschaftsarchitekten www.st-freiraum.de Fotos: Thomas Ott mehr

Architekten:

ST-Freiraum Landschaftsarchitekten
www.st-freiraum.de

Fotos:

Thomas Ott