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Hell und effizient

Ein Riegel mit Studentenwohnungen bietet flexibel anpassbaren Wohnraum – für heute und morgen

Günstiger Wohnraum für Singles ist schon länger Mangelware in der Metropolregion Düsseldorf –... mehr

Günstiger Wohnraum für Singles ist schon länger Mangelware in der Metropolregion Düsseldorf – besonders auch Studenten und junge Auszubildende betrifft das. Gerade auf Restflächen von gewerblich genutzten Arealen lassen sich da interessante Lösungen entwickeln. So auch bei einem Autozentrum in Nähe der Hochschule Niederrhein, das die Ausnutzung seines Betriebsgrundstückes optimieren wollte. OttenArchitekten aus Korschenbroich entwarfen einen lang gestreckten Riegel, der sich an der Baulinie der stark befahrenen Friedrich-Ebert-Straße orientiert, deren Lärmemissionen durch Flüsterasphalt und Tempolimit deutlich gesenkt wurden. Mit seiner dunklen, loftartigen Backsteinfassade wirkt das Gebäude angenehm unaufgeregt im Stadtraum. Allein der Zugang wird durch ein doppelgeschossig eingeschnittenes Portal hervorgehoben. Die in einem leuchtenden Borussia-Grün gehaltene Innenwandung verleiht dem Gebäude dabei auch nachts einen markanten Akzent.

Auf vier Etagen und einem abschließenden Staffelgeschoss gruppieren sich die 65 Einzimmerappartements mit einer Wohnfläche von 21,6 m². Ausgestattet mit Bad und Küchenzeile sind effiziente Miniwohnungen mit großen Fensterflächen entstanden. Erschlossen werden die Wohneinheiten durch ein zentrales, hell belichtetes Treppenhaus ohne Aufzug und davon ausgehende Korridore. Zudem gibt es zwei Zweizimmerappartements, die sich im Erdgeschoss und im Staffelgeschoss befinden. Während die Erdgeschosswohnung barrierefrei konzipiert wurde, kommen die obersten Mieter in den Genuss einer großen umlaufenden Dachterrasse, die letztlich dem Brandschutz und der Abstandsfläche zum Nachbargebäude geschuldet ist. Um den wirtschaftlichen Betrieb der Immobilie zu gewährleisten, wurde die größtmögliche Zimmeranzahl realisiert ohne zusätzliche Gemeinschaftsflächen. Die Studentenappartements lassen sich jedoch jederzeit in der Zukunft in eine Nachnutzung überführen: So berücksichtigten die Architekten im Entwurf die Nachrüstung eines Aufzuges. Auch lassen sich jeweils zwei Wohnungen so zusammenlegen, dass sich Mikroappartements für junge Berufstätige oder alleinstehende Senioren daraus ergeben. Für den nachhaltigen Betrieb sorgt eine effiziente Haustechnik: Das Gebäude wurde als KfW-70-Effizienzhaus konzipiert, mit Solarthermie auf dem Dach und dezentralen Lüftungen mit Wärmerückgewinnung für jede einzelne Wohneinheit.

www.otten-architekten.de

Architekten: OttenArchitekten www.otten-architekten.de Fotos: Max Hampel www.maxhampel.de mehr

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Max Hampel
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