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GEBORGEN UND WELTOFFEN

Evangelische Kirchengemeinde Gerresheim

In der Evangelischen Kirchengemeinde in Düsseldorf Gerresheim wird täglich gelebt, wovon anderswo... mehr
In der Evangelischen Kirchengemeinde in Düsseldorf Gerresheim wird täglich gelebt, wovon anderswo geträumt wird: Das Miteinander für und in der Gemeinschaft. Den Raum und das Ambiente dafür gestalten pier7 architekten unter Einbeziehung von Vorhandenem: Wo vorher Einzelbauten keinen Bezug zueinander hatten, entstand eine harmonisch geschlossene Gesamtsituation, die sich nach außen weltoffen und einladend zeigt.

Stadtleben findet immer weniger in der Öffentlichkeit statt. Oft mangelt es an adäquaten Orten, die ein Miteinander auch ganz unterschiedlicher Menschen fördern. Genau deshalb hat die Evangelische Kirchengemeinde Gerresheim ihre Akzente bei den baulichen Anforderungen etwas anders definiert. Um Begegnungen in vielerlei Hinsicht zu provozieren, setzt das neue Gemeindezentrum bewusst auf Gegensätze, die sich anziehen. Besonders deutlich zeigt sich das wohl am Beispiel der Kirche. Das klassische Kirchenschiff aus dem 19. Jahrhundert hat ein modernes, lichtes Innenleben bekommen.

Alt trifft auf Neu, blanker Stahl auf warmes Eichenholz, Abgeschiedenheit auf Öffentlichkeit. Ganz natürlich verzahnt sich die neue Gebäudekomposition mit der Parkanlage. Mit Bachlauf, kleinen Brücken, altem Baumbestand, reichlich Grünflächen und Sitzmöglichkeiten lädt sie zum Verweilen ein. Die Wegführung verbindet dabei alle Einzelgebäude barrierefrei miteinander und lässt ein heimeliges Dorf-Gefühl aufkommen: Einerseits plätschert der Pillebach, anderseits spielen die Kinder. Während vom Gemeindecafé der Duft von frisch gebackenem Kuchen herüber strömt, erklingt möglicherweise von einem der multifunktionalen Räume gerade der Kirchenchor. Gemeinschaft wird als das atmosphärische Nebeneinander unterschiedlichster Aktivitäten erlebt.

Von außen wirkt das Ensemble weltoffen, bietet Einblicke und scheint geradezu Besucher zu erwarten. Der Zugang zum alten Kirchengebäude wurde als Empfangsgeste gestärkt, der Lindenbestand gelichtet und durch neue Bäume ergänzt. Neben dem Kirchenbau wurde auch das Gebäude des Gemeindebüros als Identifikationsbaustein der Anlage erhalten; es beherbergt nun das Pfarrbüro. Die Erweiterungsbauten umschließen das Vorhandene und bilden einen kommunikativen Innenhof aus. Eingebettet zwischen Baumkronen und Grünflächen werden die Einzelgebäude als organische Bestandteile des Areals wahrgenommen. Großflächige Glasfronten verschmelzen dabei fließend Innen und Außen. Die neue Sichtbarkeit lässt aus dem Gemeindeleben Stadtleben werden - und umgekehrt.

Auch die Energieversorgung des neuen Gemeindezentrums wurde konsequent mit innovativer, umweltschonender Technologie angegangen. Ein Blockheizkraftwerk, das die maximale Energieausbeute bei niedrigstem CO2-Ausstoß garantiert, bildet den Kern des Energiekonzeptes. In Kombination mit der Kompaktbauweise, hochdämmenden Bauteilen, einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und der energiesparenden Beleuchtung ergibt sich eine Energiebilanz auf Niedrigenergiehausstandard. Das setzt neue Standards: Auch in Sachen Klima und Umwelt ist sich die Gemeinde ihrer Verantwortung bewußt und übernimmt Vorbildfunktion.

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Pier7 Architekten
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Fotos

Michael Reisch 
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