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Facettenreich flexibel

Der Hauptsitz der codecentric AG setzt auf multifunktionale Räume

Fast hätte das seit 2005 bestehende, in den letzten Jahren schnell gewachsene IT-Unternehmen... mehr

Fast hätte das seit 2005 bestehende, in den letzten Jahren schnell gewachsene IT-Unternehmen codecentric die Stadt verlassen. Aber dann fand sich doch ein passendes Grundstück für den neuen Unternehmenshauptsitz im Stadtentwicklungsgebiet östlich des Bahnhofes Solingen-Ohligs. Auf der Brache einer ehemaligen Gärtnerei, dem sogenannten Buschmann’schen Gelände, plante das Leverkusener Architekturbüro Rotterdam Dakowski einen Neubau für etwa 180 Mitarbeiter, mit 3.400 m2 Nutzfläche und genügend Grundstücksfläche für zukünftige Erweiterungen. 

 

Der langgestreckte viergeschossige Verwaltungsbau richtet sich an der Wegeführung des neugeplanten Planetenwegs aus. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss wurden mit einer transparenten Glasfassade ausgestattet, die Aussichten auf einen Grünbereich eröffnet. Über diesen transparenten Sockelbereich kragen über 11 m zwei auf das benachbarte Galileum ausgerichtete Obergeschosse hervor. Ihre Fassade wird durch eine wärmegedämmte Putzfassade mit Fensterbändern artikuliert, die vom Sockel- und Technikgeschoss klar abgesetzt ist. Dem Empfang im Erdgeschoss ist ein repräsentativer Foyerbereich vorgelagert, der über zwei Etagen ausgeführt wurde. Das abwechslungsreiche Mobiliar wurde bewusst in kontrastreichen, aber matten Farben ausgewählt. Dabei wurde auch auf einen facettenreichen Materialmix gesetzt: Rau belassene Sichtbetonwände und -decken, aber eben auch Wärme und Behaglichkeit ausstrahlende, akustisch wirksame Wandelemente aus hellem Eichenholz prägen den Raumeindruck. Neben Schulungs- und Besprechungsräumen befindet sich in einem direkt angegliederten Anbau die Cafeteria des Unternehmens. Wissend, dass gute Ideen oft in informellen Situationen entstehen, entfaltet diese sich großzügig über eine Doppeletage und einer Außenterrasse, die in den Grünbereich mündet. Alle Obergeschosse wurden als flexible Bürobereiche als Kombibüros mit flexiblen Bürobereichen und multifunktionalen Mittelzonen ausgeführt. Die darin untergebrachten Lounge-, Besprechungs- und Rückzugsbereiche sind im gleichen Farb- und Materialmix wie im Erdgeschoss gestaltet – samt eines mehr wie eine weiche Moosfläche erscheinenden Teppichbodens, der den Erschließungsbereich der Büroarbeitsplätze prägt. Im ganzen Haus ist so ein spielerisches, aber durchaus kohärentes visuelles Corporate Design entstanden. Bei der Haustechnik wurde zugleich auf größtmögliche Effizienz geachtet: Heizung und Kühlung wurden als Betonoberflächentemperierung in die Stahlbetondecken integriert und mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kombiniert.

www.rotterdam-dakowski.de