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Eleganter Ruhepol auf der Kö

Der Umbau des Kaufhauses Sevens

Das von RKW Architektur + Städtebau Ende der 1990er Jahre entworfene, 2000 eröffnete,... mehr
Das von RKW Architektur + Städtebau Ende der 1990er Jahre entworfene, 2000 eröffnete, preisgekrönte Kaufhaus Sevens gilt als eine herausragende Adresse auf der Düsseldorfer Königsallee. Infolge eines Eigentümerwechsels und auslaufender Mietverträge stand nach zehn Jahren eine umfassendere Umstrukturierung an: Großzügiger, moderner und noch einladender sollte sich das Gebäude präsentieren. Vor allem die Fassade zur Königsallee sollte dabei ein klarer konturierteres Gesicht bekommen: Um einen großzügigeren Eindruck zu vermitteln, wurde das neue Haupteingangsportal mit einer Einfassung aus weißem Architekturbeton und einem neuen Vordach versehen. Der ehemals spitz hervor kragende gläserne Erker wurde zurückgebaut. Das Gebäude strahlt nun auch im Stadtbild eine größere Ruhe aus.

Das repräsentative Eingangsportal leitet über in eine zweigeschossige Empfangssituation. Auch sie besticht durch eine ruhigere Raumwirkung. Beibehalten wurde die Anzahl der fünf oberirdischen Handelsetagen und der fünf Untergeschosse, die den gastronomischen Food Court und die Tiefgarage beherbergen. Sowohl im 1. UG, im EG, aber auch im 1. und 2. OG wurden die Mieteinheiten entkernt und neue Grundrisse geschaffen. Teilweise sind sie nun auf weniger aber dafür auf größere Mietflächen ausgerichtet.

Beim Eintreten in die Eingangshalle springt sofort die grundlegende Neuordnung der Erschließung ins Auge: Die Rolltreppen, die alle Etagen miteinander verbinden, wurden in die Hauptblickachse verlegt. Die Orientierung und Übersicht in dem Gebäude werden so deutlich erleichtert. Die drei dahinter liegenden Personenaufzüge wurden beibehalten, bekamen aber ein neues Design. Zusätzlich wird im EG im Laufe des Jahres noch eine Verbindung zur benachbarten Kögalerie geschaffen.

Auch die vorhandenen Ladenstraßen wurden komplett entkernt und haben eine moderne, zurückhaltende Anmutung bekommen. Wertige Materialien wie heller Plano Kalkstein und Pfraundorfer Dolomit bestimmen den Boden; die Decke wurde als Akkustikdecke gestaltet und mit glattem, weißen Gipskarton abgehängt. Eine Lichtvoute verläuft im Deckenbereich parallel zu der anthrazitfarbenen Pfosten-Riegelkonstruktion der Schaufenster und trennt das Interieur der Läden auch optisch von der äußeren Ladenstrasse. Zusätzlich sorgen Einbaudownlights für die richtige Ausleuchtung.

Die Werbung für die Ladengeschäfte erfolgt auf horizontal gesetzten Edelstahlholmen. Die Mietertrennwandelemente, die sich flexibel zwischen die Schaufenster setzen lassen, wurden mit einem edel anmutenden Furnier aus Eichenholz bekleidet. Die Brüstungen, die die Ladenstraßen zur zentralen Halle hin begrenzen, bestehen aus transparentem Sicherheitsglas, ihr Handlauf ebenfalls aus Eichenholz.

Neben allen qualitätsvollen baulichen Veränderungen zeichnet sich das Projekt vor allem durch seine herausragende Baumanagementleistung aus: In nicht einmal sieben Monaten konnte der gesamte Umbau gestemmt werden – teilweise unter erschwerten Bedingungen bei laufendem Betrieb. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erstrahlte das beliebte Themenkaufhaus auf der Kö wieder in neuem Glanz und Stil.

www.rkw-as.de
Architekten RKW Rhode Kellermann Wawrowsky www.rkw-as.de Fotos Ansgar M. van Treeck... mehr

Architekten

RKW Rhode Kellermann Wawrowsky
www.rkw-as.de

Fotos

Ansgar M. van Treeck
http://www.am-vantreeck.de