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Eine Oase zum Lernen

Medizinische Fachbibliothek wird zum Wintersemester 2011/2012 eröffnet

Der Name weckt Sehnsucht. Und obwohl es sich bei „O.A.S.E.“ vorrangig um ein Wortspiel handelt,... mehr
Der Name weckt Sehnsucht. Und obwohl es sich bei „O.A.S.E.“ vorrangig um ein Wortspiel handelt, zeigt die Architektur der neuen medizinischen Fachbibliothek der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität und des Universitätsklinikums Düsseldorf Parallelen mit einem Vegetationsflecken auf. Mit 38 Metern Höhe, ungewöhnlicher Fassadenstruktur und strahlendweißer Hülle ragt sie deutlich aus dem eher monotonen grauen Umfeld heraus. Das äußere Erscheinungsbild des in Massivbauweise errichteten Neubaus ist in Anlehnung an das Fach­thema der Bibliothek von einem Kapillarsystem inspiriert. Diese Idee bildet sich in der glatten, weißen Fassadenhaut ab. Organisch geformte Glasmosaikfelder ziehen sich im Wechsel mit ebensolchen Glasbändern wie ein Netz über den schlanken Kubus und verleihen dem Gebäude seine Gestalt. Im Inneren findet diese Dynamik ihre Entsprechung in einer offenen, fließenden Raumstruktur. Auf acht oberirdischen, in der Geschosshöhe variierenden Ebenen enthält das Gebäude neben den obligatorischen Bibliothekseinrichtungen wie Lese- und Ausleihflächen, Arbeits- und Lernräumen, eine Cafeteria sowie großzügige Aufenthalts- und Veranstaltungsflächen. Die auf den Ebenen übereinander gestapelten unterschiedlichen Bibliotheks-, Studien- und Lernräume werden über einen durchgehenden, zylindrischen Aufzugs- und Treppenkern störungsfrei erschlossen. Diagonal gegenüber liegt der Versorgungskern, der zusätzlich Doku-Lounges und sanitäre Einrichtungen enthält.

Das Erdgeschoss der Fachbibliothek wurde als Doppelgeschoss mit eingehängtem Zwischengeschoss ausgebildet. An das Eingangsfoyer mit Infocounter und elektronischem Bibliothek-Sicherheitsgate schließen das Café und die Cafeteriatheke sowie der große Vortragssaal an. Das Zwischengeschoss dient als Konferenzraum, aus dem man nur durch eine Glaswand getrennt direkten Blick auf das „Cafétreiben“ im Erdgeschoss hat.

Auf den Ebenen eins bis vier befinden sich die Fachschaftsräume der Medizin und Zahnmedizin sowie Lernräume unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Digitale Whiteboards in den größeren Lernräumen ermöglichen interaktive Kommunikation und Datenaustausch neuester Generation. Ein speziell eingerichteter Eltern-Kind-Lernraum unterstreicht das auf den Menschen ausgerichtete Nutzungskonzept. In den Mittelzonen der Geschosse wurden in freier Anordnung loungeartige Lernzonen und Sitzbereiche eingerichtet. Hier reflektiert der spielerische Wechsel aus geometrischen und organischen Formen den Entwurfsansatz „Erlebnisraum Bibliothek“. Alle Arbeitsplätze wurden als Laptop-Arbeitsplätze mit WLAN und Stromanschlüssen ausgestattet, fünfzig Prozent aller Plätze erhielten zusätzlich fest installierte LAN-Anschlüsse.

Auf der vierten Ebene befindet sich mit der Buchausleihe und -rückgabe das Herzstück der Bibliothek. Ein E-Learning-Raum mit dreißig Computerarbeitsplätzen, eine weitere, kleine Cafeteria sowie Büroräume für die Bibliotheks­angestellten wurden ebenfalls auf dieser Ebene angeordnet. Gemäß der Gesamtkonzeption wird es in den Geschossen von unten nach oben hin immer ruhiger und die Lernatmosphäre konzentrierter. Den oberen Abschluss der O.A.S.E. bildet eine Dachterrasse, von der die Studierenden einen freien Blick über den gesamten Universitätscampus genießen können.

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Jens Kirchner
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